Frauenthal-Gruppe im 1. Halbjahr 2016:      Ergebnisrückgang durch Sondereffekte

  • Umsatzplus von MEUR 7,1
  • Integrationskosten bei Frauenthal Handel
  • Frauenthal Automotive mit positivem Marktumfeld
  • Ausblick 2016: Wachstum durch Akquisitionen geplant

Eine gute Volumenentwicklung bei Frauenthal Handel, der wachsende Fahrzeugmarkt in Europa sowie Neugeschäft im Automobilbereich waren im 1. Halbjahr 2016 ausschlaggebend für ein Umsatzwachstum: Die Umsatzerlöse der Frauenthal-Gruppe erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um MEUR 7,1 auf MEUR 381,6. Rund 72,5 % des Umsatzes erwirtschaftete Frauenthal Handel und rund 27,5 % Frauenthal Automotive.

Das Ergebnis ist hingegen von Einmaleffekten durch Restrukturierung und Integrationskosten belastet: Das EBITDA beträgt MEUR 7,6 nach MEUR 12,6 in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Großteil des Rückgangs davon stammt mit MEUR 4,1 aus dem Entkonsolidierungsaufwand zweier unter den gegebenen Marktbedingungen nicht erfolgreichen Gesellschaften (Frauenthal Automotive Azambuja und SHT Slovensko). Aber auch die Integrationskosten im Logistikbereich der Division Frauenthal Handel verringern das Ergebnis. Das EBIT liegt bei MEUR 0,0 nach MEUR 5,8.

Frauenthal Handel: Umsatzwachstum durch ÖAG

Die Divsion Frauenthal Handel erzielte durch das wachsende Geschäft mit Großprojekten der Marke ÖAG ein Umsatzplus von MEUR 8,5 auf MEUR 276,5. Das EBITDA liegt mit MEUR 2,8 um MEUR 2,4 unter dem Vorjahreswert. Hier wirkten sich die vorübergehend deutlich gestiegenen Personalkosten aus, die notwendig sind, um den gewohnt hohen Servicelevel während der Integration und Neustrukturierung der Logistik sicher zu stellen. Auch der höhere Anteil des margenschwachen Objektgeschäfts drückte auf das Ergebnis. „Die temporär erhöhten Aufwendungen sind notwendig, um das Synergiepotenzial zwischen den selbständigen Marken SHT, ÖAG und Kontinentale zu realisieren. In den Folgejahren wird sich diese Investition nachhaltig positiv auf die Ertragslage auswirken“, betont Wolfgang Knezek, Vorstandsmitglied der Frauenthal Holding und für die Division Frauenthal Handel verantwortlich.

Frauenthal Automotive: Erfreuliches Neugeschäft

Durch das positive Marktumfeld in der Division Frauenthal Automotive sowie Neugeschäft mit bestehenden und neuen Kunden erwirtschafteten alle Produktbereiche Umsatzzuwächse. Dadurch verbesserte sich das EBITDA um MEUR 0,7 auf MEUR 9,2 bereinigt um den Entkonsolidierungsaufwand von MEUR 3,8 von Frauenthal Automotive Azambuja. Diese Entkonsolidierung verursachte auch einen Umsatzrückgang von MEUR 1,4 auf MEUR 105,1, der von den anderen Gesellschaften nicht ganz kompensiert werden konnte.

Ausblick 2016

Die Frauenthal-Gruppe soll durch Akquisitionen wachsen. Die personellen Ressourcen für M&A-Aktivitäten wurden daher verstärkt. „In beiden Divisionen analysieren wir intensiv Add-on Akquisitionen, um die Kundenbasis im Bereich des bestehenden Produktportfolios auszubauen. Aber auch das Ziel, eine „Dritte Division“ zu erwerben, bleibt aufrecht“, erklärt Martin Sailer, Vorstand der Frauenthal-Gruppe.

Aus heutiger Sicht wird für das Gesamtjahr 2016 ein operatives Ergebnis (nach Bereinigung der Kosten für die Entkonsolidierungen) über dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das Jahresergebnis der Frauenthal-Gruppe wird voraussichtlich durch die Sondereffekte sowie die Integrationskosten bei Frauenthal Handel deutlich unter dem Vorjahr liegen.

Über die Frauenthal-Gruppe:
Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den zwei Divisionen Frauenthal Automotive sowie Frauenthal Handel. Frauenthal Automotive ist Markt- und Technologieführer sowie Entwicklungspartner der europäischen Nutzfahrzeug- und PKW-Industrie und produziert Press- und Schweißkomponenten aus Metall (Gnotec), Druckluftbehälter und U-Bolts an acht Standorten in fünf europäischen Ländern und einen in China. Frauenthal Handel verfügt in Österreich über eine marktführende Stellung und besteht aus den beiden österreichischen Sanitär- und Installationstechnik-Großhändlern SHT und ÖAG, der Tiefbau- und Industriesparte Kontinentale sowie dem Dienstleistungsunternehmen Frauenthal Service. Die Frauenthal-Gruppe beschäftigte im 1. Halbjahr 2016 im Durchschnitt 3.161 Mitarbeiter.

 

Rückfragehinweis

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Frauenthal Group
Erika Hochrieser
Tel: +43 (0)1 5054206-35
E-mail: e.hochrieser@frauenthal.at

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