Weitere Millioneninvestition bei Frauenthal in Elterlein geplant

Ende 2015 wurde bei dem Automobilzulieferer eine umfangreiche Erweiterung der Produktions- und Lagerfläche abgeschlossen. Die Verantwortlichen erhoffen sich vor allem eine Steigerung der Produktivität und die Optimierung von Arbeitsabläufen. Derweil bereitet dem Unternehmen der Fachkräftemangel Sorgen.

 

Elterlein. Die umfangreichen Investitionen, die seit 2014 in den Elterleiner Standort des Unternehmens Frauenthal Automotive geflossen sind, werden sich ab diesem Jahr richtig auszahlen. Davon ist der kaufmännische Leiter Michael Langer überzeugt. Er rechnet unter anderem mit einer zehnprozentigen Steigerung der Produktivität: "2016 wird das Jahr der Optimierung."

Rund sechs Millionen Euro wurden in den vergangenen zwei Jahren investiert. Unter anderem wurde die Produktionsfläche um 20 Prozent erweitert, das Hochregallager vergrößert, neue Maschinen und Anlagen angeschafft. Ein wesentlicher Punkt sei die komplette Neugestaltung des Transportsystems gewesen. "Wir sind von der starren Verkettung abgegangen", so Langer. Nun dominieren dynamische und flexible Beförderungen. Der Wagentransport, der für die Mitarbeiter eine körperliche Anstrengung darstellt, sei deutlich zurückgefahren worden. So hätten sich die Bedingungen für die Arbeiter verbessert. Bis Ende Februar soll alles fix und fertig sein. Noch fehlen lediglich einige Maschinen, so Langer. "Der Bau ist aber abgeschlossen."

Mit der Millioneninvestition soll in erster Linie die Konkurrenzfähigkeit erhalten werden. "Wir müssen immer auf höchstem Niveau arbeiten." Dafür ist das Unternehmen, das in Elterlein vor allem Druckluftbehälter für Bremssysteme von Lkw herstellt, auch auf der Suche nach Arbeitskräften, die die aufgrund der Erweiterung entstandenen Stellen besetzen. Derzeit sind rund 260 Beschäftigte unter Vertrag, so Michael Langer. Perspektivisch sollen es knapp 300 werden. Doch gute neue Mitarbeiter zu bekommen, sei schwierig. Daher setzt Frauenthal Automotive auch auf tschechisches Personal. "Wir sind in der günstigen Lage, dass wir ein tschechisches Schwesterwerk haben." Dadurch gebe es auf sprachlicher Ebene kaum Probleme. Dokumente und Arbeitspapiere werden von den Kollegen in Tschechien übersetzt und auch beim Computersystem können die Mitarbeiter seit Neustem zwischen den Sprachen auswählen.

Und auch in diesem Jahr sind neue Investitionen geplant. "Wenn es der Aufsichtsrat bestätigt, werden wir noch einmal 1,3 Millionen Euro investieren", erklärt Michael Langer. Das Geld soll hauptsächlich in die weitere Automatisierung fließen. Zudem sind neue Absauganlagen zur Verbesserung der Luftqualität und Hebehilfen für die Minderung schwerer körperlicher Arbeit vorgesehen. Des Weiteren sollen einige bauliche Ergänzungen umgesetzt werden. Unter anderem ist der Ausbau der Büroetage vorgesehen. Auch der noch unbefestigte Parkplatz, der an ein Wohngebiet grenzt, soll in diesem Jahr saniert werden. Allerdings fehlt bisher noch die Baugenehmigung. Geben die Behörden ihr Einverständnis, soll der Parkplatz möglichst noch in diesem Jahr befestigt werden. Zudem seien der Bau eines Lärmschutzwalls und eine veränderte Einfahrt vorgesehen.

Aufgrund der bereits erfolgten Investitionen konnte ein neuer Großkunde gewonnen werden. Ohne die Kapazitätserweiterungen wäre das nicht möglich gewesen, erklärt der kaufmännische Leiter, da das Elterleiner Werk bereits jetzt sehr gut ausgelastet ist.

Quelle: Freie Presse

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