Euro Ad-hoc Meldung gem. § 48d Abs. 1 BörseG

3. Quartal 2015

Aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereichs Schwere Stahlfedern- und Stabilisatoren (Closing fand am 23. Dezember 2014 statt) wird in ein Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche (restliches automotives Geschäft der Division Frauenthal Automotive und Frauenthal Handel) sowie in ein Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich (Schwere Stahlfedern und Stabilisatoren) unterschieden.

Die nachfolgende Analyse bezieht sich auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche: 

  • Der Umsatz der beiden Geschäftsbereiche Frauenthal Automotive und Frauenthal Handel stieg zum Vorjahresvergleichswert um MEUR 142,3 (+31,9 %) auf MEUR 589,1 (davon Frauenthal Automotive +5,8 %, davon Frauenthal Handel +44,1 %). Der Umsatzanstieg ist auf die Akquisition der ÖAG AG (Umsatzbeitrag von MEUR 131,1 für die Monate Jänner bis September, im Vorjahr war die ÖAG ab Juli 2014 inkludiert) zurück zu führen.
  • Das EBITDA der Frauenthal-Gruppe lag im 3. Quartal 2015 mit MEUR 22,9 um MEUR 2,3** über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Veränderung resultiert einerseits aus einem Rückgang aus der Division Frauenthal Automotive mit MEUR -1,4, andererseits aus einer Verbesserung der Division Frauenthal Handel mit MEUR 2,8, sowie geringere Kosten in der Holding von MEUR 0,9. Der Ergebnisrückgang in der Division Frauenthal Automotive ist auf besonders hohe Ergebnisse im Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund eines atypischen Produktmix bei der Gnotec Gruppe sowie auf einen einmaligen Restrukturierungsaufwand in Höhe von MEUR 1,4 im  dritten Quartal 2015 im Bereich Leichte Federn zurück zu führen; der Zuwachs in der Division Frauenthal Handel stammt aus dem Zugang der ÖAG AG.
  • Das Eigenkapital stieg aufgrund des Jahresergebnisses von MEUR 85,6 zum Bilanzstichtag  31.Dezember 2014 um MEUR 7,7 auf MEUR 93,3. Die Eigenkapitalquote von 22,9 % zum  31.Dezember 2014 reduzierte sich aufgrund der höheren Bilanzsumme (saisonal bedingter Working-Capital Aufbau) auf 20,7 % per 30. September 2015.

in MEUR

1-9/2015

Veränderung

1-9/2014*

Umsatz fortzuführende Geschäftsbereiche

589,1

  31,9%

446,8

EBITDA fortzuführende Geschäftsbereiche

  22,9

-22,4%

  29,6

EBITDA fortzuführende Geschäftsbereiche bereinigt**

  22,9

 11,3%

  20,6

EBIT fortzuführende Geschäftsbereiche

  12,6

-40,9%

  21,3

EBIT fortzuführende Geschäftsbereiche bereinigt**

  12,6

   2,0%

  12,3

Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche

    7,3

-59,6%

  18,1

Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich*

    0,0

100,0%

- 13,0

Ergebnis nach Steuern

    7,3

 45,3%

    5,0

Eigenkapital

  93,3

-  0,8%

  94,1

EK-Quote

  20,7%

   0,9%

  19,8%

 *Das Closing des Verkaufs des Geschäftsbereiches Schwere Stahlfedern und Stabilisatoren fand am 23. Dezember 2014 statt. Das Veräußerungsergebnis wird mit dem bis zum Veräußerungszeitpunkt angefallenen Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit dieses Bereiches gemäß IFRS 5 im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen zusammengefasst. Im Ergebnis sind außerplanmäßige Abschreibungen, Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag, Transaktionskosten sowie ein Entkonsolidierungsaufwand enthalten. Die Werte des Jahres 2014 wurden dementsprechend angepasst.

**1-9/2014: Bereinigt um Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages ÖAG von MEUR 8,9.

In der Division Frauenthal Automotive wird langfristig keine Verbesserung der Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich erwartet, man ist jedoch für das PKW-Geschäft (Gnotec-Gruppe) optimistisch, dass aufgrund der guten Entwicklung von Schlüsselkunden, des Zugewinns von Marktanteilen und Neugeschäfts sowie des Anlaufs der Belieferungen von PKW-Herstellern in China Wachstum erzielt werden kann. Im laufenden Geschäftsjahr entwickelt sich der Nutzfahrzeugmarkt weiterhin positiv.

In der Division Frauenthal Handel wird bei leicht ansteigendem Marktanteil in einem stagnierenden Sanitär- und Heizungsmarkt für das Gesamtjahr, das auch vom Fehlen von Großprojekten geprägt ist, lediglich durch die Integration der ÖAG AG ein Umsatz- und Ergebniszuwachs aus dem operativen Geschäft erwartet. Das Ergebnis wird einerseits durch Integrationskosten belastet, andererseits wurde im Vorjahr ein positiver, einmaliger Ergebniseffekt aus der Erstkonsolidierung der ÖAG AG („Lucky-Buy“) in Höhe von MEUR 8,9 erzielt, der im Jahr 2015 nicht mehr anfällt.

Für die gesamte Frauenthal-Gruppe wird für 2015 eine moderate Steigerung des operativen Ergebnisses (nach Bereinigung um die wesentlichen positiven außerordentlichen Effekte im Vorjahr) der fortzuführenden Geschäftsbereiche gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Im Bereich Business Development stellt sich der angestrebte Erwerb einer neuen Geschäftsaktivität („Dritte Division“), vor allem aufgrund der hohen Bewertungen für potenzielle Targets, als immer schwieriger dar. In beiden Divisionen werden Targets für Add-on-Akquisitionen analysiert. Im Fokus steht dabei die Ausweitung der Kundenbasis im Rahmen des bestehenden Produktportfolios.

Auf der Homepage www.frauenthal.at unter der Rubrik Investor Relations / Berichte / Zwischenberichte ist der komplette 3. Quartalsbericht 2015 abrufbar.

 

Kontakt:

Frauenthal Holding AG
Dr. Martin Sailer
m.sailer@frauenthal.at

Mag. Erika Hochrieser
e.hochrieser@frauenthal.at

Rooseveltplatz 10
1090 Wien
Tel. +43 (0)1 505 42 06

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