Frauenthal-Gruppe im Jahr 2014: Gute Entwicklung durch Zu- und Verkäufe

  • Massiver Ausbau der Division Frauenthal Handel durch Erwerb der ÖAG
  • Profitabilität der Division Frauenthal Automotive deutlich gesteigert
  • Umsatz- und Ergebnissteigerungen1) 
  • Ausblick: Fortsetzung des positiven Profitabilitätstrends
  • Ab 1. Mai 2015 Börsennotierung im Marktsegment Standard Market Auction 

Durch zwei der bedeutendsten Transaktionen der Unternehmensgeschichte im Jahr 2014  – den Erwerb der ÖAG, der Nummer 2 am österreichischen Großhandels-Sanitärmarkt, sowie den Verkauf des Geschäftsbereichs Schwere Stahlfedern und Stabilisatoren – steht die Frauenthal-Gruppe auf neuem Fundament. „Unsere Gruppe besteht jetzt aus einem redimensionierten, strategisch gut aufgestellten und ertragreichen Automobilzuliefergeschäft sowie einem gewinnbringenden Großhandelsbereich mit erheblichen Synergiepotenzial“, erklärt Martin Sailer, Vorstand der Frauenthal-Gruppe. Trotz des Ausbleibens von konjunkturellen Impulsen erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche1) im Jahr 2014 einen Umsatz von MEUR 637,4 (2013: MEUR 467). Rund 70 % davon erwirtschaftete Frauenthal Handel und rund 30 % Frauenthal Automotive. Das Umsatzwachstum von 36 % gegenüber dem Vorjahr belief sich auf MEUR 170,4, die ÖAG steuerte nach der Erstkonsolidierung MEUR 142,5 bei. 2014 erhöhte sich das bereinigte EBITDA von MEUR 20,9 im Vorjahr auf MEUR 26,9. Das bereinigte EBIT legte um etwas mehr als ein Drittel auf MEUR 15,1 zu (2013: MEUR 11,2). Im bereinigten Ergebnis sind außerordentliche Effekte aus der Erstkonsolidierung der ÖAG nicht enthalten.


Frauenthal Automotive: Gute Entwicklung der Gnotec-Gruppe

Die Produktionswerke für schwere Stahlfedern und Stabilisatoren in Frankreich, Österreich und Rumänien wurden aufgrund der langfristig unattraktiven Marktsituation in diesem Produktbereich verkauft. Das Closing zu dieser Transaktion erfolgte am 23. Dezember 2014. Im Oktober erwarb die Gnotec-Gruppe den schwedischen Hersteller von Umformteilen und Baugruppen TermoRegulator AB. Neben Synergieeffekten innerhalb von Gnotec wurde damit die Kundenbasis außerhalb der Automobilbranche erweitert. Die erfreulichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen in dieser neuen Struktur sind auf Gnotec sowie die 2013 erfolgte Restrukturierung des Bereichs Druckluftbehälter zurückzuführen: Der Umsatz stieg um 18 % auf MEUR 188,5 und das EBITDA verbesserte sich um MEUR 6,4 auf  MEUR 13,8.

 

Frauenthal Handel: Integration von ÖAG und Kontinentale

Per 30. Juni 2014 erwarb die Division Frauenthal Handel mit der ÖAG AG einen starken Mitbewerber auf dem österreichischen Markt, der die Division durch hohe technische Kompetenz im Projektgeschäft sowie das neue Marktsegment Tiefbau (Kontinentale) bereichert. Bereits im Sommer 2014 startete eine breit angelegte Integration. Im Mittelpunkt stehen die Schärfung der Unternehmensmarken SHT, ÖAG und Kontinentale sowie die Erzielung von Skaleneffekten. Im Gesamtjahr 2014 erhöhte sich der Umsatz der Division Frauenthal Handel trotz spürbarer Abkühlung der Baukonjunktur aufgrund des Zugangs der ÖAG (Juli bis Dezember) um MEUR 141,4 (+46,0 %) auf MEUR 448,8. MEUR 290,6 resultieren aus dem SHT-Geschäft in Österreich, MEUR 15,7 aus SHT Slowakei und MEUR 142,5 stammen von der ÖAG. Das EBITDA legte gegenüber dem Vorjahr um MEUR 9,9 auf MEUR 24,1 zu. Darin sind MEUR 3,9 Ergebnisbeitrag der ÖAG enthalten.

 

Ausblick 2015

Die Division Frauenthal Automotive geht künftig von einem Umsatzzuwachs durch das Hochfahren der Produktion in China bei Gnotec Kunshan, das weiterhin wachsende PKW-Geschäft sowie die Erweiterung der Kundenbasis (Gnotec Motala) aus. Investiert wird in qualitäts- und vor allem produktivitätssteigernde Maßnahmen sowie in den weiteren Ausbau des chinesischen Standortes. Frauenthal Handel strebt für 2015 den erfolgreichen Abschluss des Integrationsprojektes der ÖAG an. Die positive Profitabilitätsentwicklung soll in den kommenden Jahren durch die Optimierung von Einkaufsprozessen und der Konditionenpolitik fortgesetzt werden.

 

Wechsel Marktsegment

Die Frauenthal Aktie wird seit 10. Juni 1991 an der Wiener Börse gehandelt. Ab 23. Juli 2007 notiert die Aktie im Marktsegment Prime Market. Aufgrund Änderungen der Berechnungsgrundlage für Streubesitzfaktoren österreichischer Indizes der Wiener Börse wird die Frauenthal Aktie ab 1. Mai 2015 im Marktsegment Standard Market Auction notieren.

1) Aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereichs Schwere Stahlfedern und Stabilisatoren wird in ein Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche (restliches automotives Geschäft der Division Frauenthal Automotive und Frauenthal Handel) sowie in ein Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich (Stahlfedern und Stabilisatorengeschäft) unterschieden. Die angeführten Werte und Analysen beziehen sich ausschließlich auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche. Dies gilt ebenso für die angeführten Vergleichswerte des Vorjahres.  

 

Über die Frauenthal-Gruppe:

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den zwei Divisionen Frauenthal Automotive sowie Frauenthal Handel. Frauenthal Automotive ist Markt- und Technologieführer sowie Entwicklungspartner der europäischen Nutzfahrzeug- und PKW-Industrie und produziert Press- und Schweißkomponenten aus Metall (Gnotec), Druckluftbehälter, Briden und leichte Stahlfedern an neun Standorten in sechs europäischen Ländern und einen in China. Frauenthal Handel verfügt in Österreich über eine marktführende Stellung und besteht aus den beiden österreichischen Sanitär- und Installationstechnik-Großhändlern SHT und ÖAG sowie der Tiefbau- und Industriesparte Kontinentale. Die Frauenthal-Gruppe beschäftigte im Durchschnitt rund 2.700 Mitarbeiter.

 

Rückfragehinweis

Balloon Communications
Mag. Sabine Essl
Tel: 0664 433 79 78
E-mail: s.essl@balloon.co.at

Frauenthal-Gruppe

Mag. Erika Hochrieser
Tel: 01 505 42 06 - 35
E-mail: e.hochrieser@frauenthal.at

X
0.05879807472229