3. Quartal 2014

Am 30. Juni 2014 fand das Closing des Kaufs der ÖAG AG statt, wobei der Kaufpreis für die Akquisition noch nicht final feststeht. Die Frauenthal Holding AG erlangt jedoch mit dem Tag des Closings bereits die Kontrolle über das Unternehmen. Die ÖAG AG wird daher per 30. Juni 2014 in den Konsolidierungskreis der Frauenthal-Gruppe und somit in die  Berichterstattung ab dem Halbjahresfinanzbericht aufgenommen1).

Aufgrund des Verkaufs des Großteils des Stahlfedern- und Stabilisatorengeschäfts (Closing wird im 4. Quartal 2014 bzw. zu Jahresbeginn 2015 erwartet) wird in ein Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche (restliches automotives Geschäft der Division Frauenthal Automotive und Frauenthal Handel) sowie in ein Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich (Stahlfedern und Stabilisatorengeschäft) unterschieden. Die nachfolgende Analyse bezieht sich auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche. In der Vergleichsperiode 1–9/2013 wird das Ergebnis ebenso getrennt dargestellt.

  • Der Umsatz der beiden Geschäftsbereiche Frauenthal Automotive (inklusive Gnotec-Gruppe) und Frauenthal Handel (inklusive ÖAG AG) stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 um MEUR 110,2 (+32,7 %) auf MEUR 446,8 (davon Frauenthal Automotive +30,9 %, davon Frauenthal Handel +33,6 %). Die Gnotec-Gruppe lieferte für die Monate Jänner bis September 2014 (die Erstkonsolidierung erfolgte per Mai 2013) einen Umsatzbeitrag von MEUR 70,6. Die ÖAG AG trug für die Monate Juli bis September 2014 (die Erstkonsolidierung erfolgte per 30. Juni 2014) mit einem Umsatz von MEUR 76,0 bei.
  • Das EBITDA der Frauenthal-Gruppe lag in den ersten neun Monaten 2014 mit MEUR 20,6 um MEUR 11,4 über dem Vergleichswert des Vorjahres; davon trug Frauenthal Automotive mit MEUR 12,1 (davon Gnotec MEUR 7,3) und Frauenthal Handel mit MEUR 11,1 (davon ÖAG MEUR 2,7) zum Ergebnis bei.
  • Das EBIT der Frauenthal-Gruppe verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um  MEUR 9,1 auf MEUR 12,3. Die Division Frauenthal Automotive lieferte ein EBIT von MEUR 7,4; darin ist der Ergebnisbeitrag von Gnotec in Höhe von MEUR 4,3 enthalten. Ein weiterer Grund für die Ergebnisverbesserung war die im Vorjahr erfolgte Restrukturierung des Bereichs Airtanks. Das EBIT der Division Frauenthal Handel von MEUR 7,6 (davon ÖAG MEUR 2,0) lag um MEUR 1,5 über jenem des Vorjahres.
  • Das Ergebnis nach Steuern betrug MEUR 9,1 und entspricht einer Verbesserung um MEUR 9,3.
  • Das Eigenkapital sank von MEUR 91,6 (Stand 31.12.2013) um MEUR -6,5 auf MEUR 85,1, was vorrangig auf das negative Jahresergebnis von MEUR -3,9 (Jahresüberschuss fortzuführender und aufgegebener Geschäftsbereich gesamt) zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote von 25,7 % zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 reduzierte sich vor allem aufgrund der höheren Bilanzsumme durch die ÖAG AG Akquisition auf 17,9 % per 30. September 2014.
in MEUR1-9/2014Veränderung1-9/2013
Umsatz fortzuführende Geschäftsbereiche446,832,7%336,6
EBITDA fortzuführende Geschäftsbereiche20,677,0%9,2
EBIT fortzuführende Geschäftsbereiche12,3278,4%3,3
Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche9,1*-0,2
Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich*13,0-461,3-2,3
Ergebnis nach Steuern-3,9-55,9%-2,5
Eigenkapital85,1-29,7%121,0
EK-Quote17,9%-12,2%30,2%

*Das bisher angefallene Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit des zum Verkauf stehenden Bereichs „Stahlfedern und Stabilisatoren“ wird gemäß IFRS 5 im Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich zusammengefasst. Das Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs verschlechtert sich gegenüber dem Vorjahr um MEUR -10,7. Davon sind MEUR -8,2 auf Abschreibungen (i.W. Abwertung der Assets auf den Fair Value), Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag sowie Transaktionskosten zurückzuführen.

 In der Division Frauenthal Handel wird bei leicht ansteigendem Marktanteil in einem leicht rückläufigen Sanitär- und Heizungsmarkt für das Gesamtjahr 2014 lediglich ein Umsatz- und Ergebniszuwachs durch den Zugang der ÖAG AG erwartet. Das Ergebnis wird einerseits durch Integrationskosten belastet, für die allerdings Rückstellungen gebildet wurden, andererseits wird nach Finalisierung der „Purchase Price Allocation“ ein positiver Ergebniseffekt aus der Erstkonsolidierung erwartet.

Für die Division Frauenthal Automotive wird langfristig keine Verbesserung der Nachfrage im Nutzfahrzeugbereich erwartet, man ist aber im PKW-Geschäft (Gnotec-Gruppe) optimistisch, dass aufgrund der guten Entwicklung von Schlüsselkunden sowie des Anlaufs der Belieferungen eines PKW-Herstellers in China marktseitiges Wachstum erzielt werden kann. Dank des Zugangs der Gnotec-Gruppe, die 2014 erstmals für ein Gesamtjahr Teil der Frauenthal-Gruppe ist, wird in der Division voraussichtlich ein Umsatzzuwachs im laufenden Geschäftsjahr von etwa MEUR 40 erwartet.

Die Zielsetzung des Aufbaus einer neuen „dritten Division“ bleibt aufrecht.

1) Aufgrund der Akquisition der ÖAG AG wurde die Division Großhandel für Sanitär- Heizungsprodukte zur Division Frauenthal Handel umbenannt, in welcher nun die Gesellschaften Frauenthal Handels- und Dienstleistungs GmbH, SHT Haustechnik AG, ÖAG AG, SHT Finance, 1a Installateur, SHT Termocom trgovina d.o.o. und SHT Slovensko s.r.o. zusammen gefasst sind.

Auf der Homepage www.frauenthal.at unter der Rubrik Investor Relations / Berichte / Zwischenberichte ist der komplette 3. Quartalsbericht 2014 abrufbar.

 

Kontakt:

Frauenthal Holding AG
Dr. Martin Sailer
m.sailer@frauenthal.at

Mag. Erika Hochrieser
e.hochrieser@frauenthal.at

Rooseveltplatz 10
1090 Wien
Tel. +43 (0)1 505 42 06

 

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