1. Halbjahr 2014: Frauenthal-Gruppe setzt Aufwärtstrend fort

Wien, 20. August 2014

  • Umsatzplus von 18 % durch Gnotec-Gruppe
  • Closing ÖAG Akquisition
  • Verkauf des Großteils des Stahlfedern- und Stabilisatorengeschäfts1)
  • Deutliche Ergebnisverbesserungen im Gesamtjahr 2014 erwartet

„Das erste Halbjahr 2014 ist geprägt von zwei Ereignissen, die die Frauenthal-Gruppe nachhaltig stärken werden: Der Akquisition des österreichischen Sanitärgroßhändlers ÖAG sowie dem Verkauf des nicht profitablen Produktbereichs schwere Stahlfedern“, erklärt Martin Sailer, Vorstand der Frauenthal-Gruppe. Auch die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Jahres verlief erfreulich: Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18 % auf MEUR 242,3. Dieser Zuwachs resultiert aus der im Mai 2013 erworbenen schwedischen Gnotec-Gruppe. Der Ergebnisanstieg (EBITDA) um MEUR 9,3 auf MEUR 10,5 stammt überwiegend aus der Division Frauenthal Automotive und konnte durch die Akquisition der Gnotec-Gruppe und die Restrukturierung der Produktsparte Druckluftbehälter (Oktober 2013) erzielt werden. Das EBIT verbessert sich um MEUR 7,9 auf MEUR 5,4. Das Nettoergebnis legt um MEUR 6,3 auf MEUR 2,9 zu1).

 

Unternehmenszu- und verkäufe zur nachhaltigen Ertragssteigerung

Am 30. Juni 2014 erfolgte das Closing bezüglich des Kaufs der ÖAG AG. Mit etwa MEUR 273 Umsatz und 714 Mitarbeitern ist die ÖAG die Nummer drei am heimischen Sanitärgroßhandelsmarkt. Teil der ÖAG ist auch die Kontinentale, ein etablierter Großhändler für Tiefbauprodukte. „SHT und ÖAG stellen als getrennte Marken die Kontinuität der Marktversorgung sicher. Die positiven Auswirkungen der Akquisition werden substanziell ab 2015 für die Ertragslage der Frauenthal-Gruppe wirksam“, erklärt Hans-Peter Moser, Vorstandsmitglied der Frauenthal-Gruppe und verantwortlich für die Division Frauenthal Handel (SHT Haustechnik AG und ÖAG AG).

Mit der Hendrickson-Gruppe, einem globalen Anbieter von Chassis-Komponenten und Systemen für schwere Nutzfahrzeuge wurde am 17. Juni 2014 ein Vertrag über den Verkauf des Großteils des Stahlfedern- und Stabilisatorengeschäftes unterschrieben. Das Closing der Transaktion wird für das vierte Quartal erwartet, sofern die zuständigen Kartellbehörden ihre Genehmigung erteilen. Damit trennt sich die Frauenthal-Gruppe von einem Bereich, der aufgrund der Markt- und Wettbewerbssituation eine nicht zufriedenstellende Ergebnislage aufweist. „In der Division Frauenthal Automotive verbleiben die profitablen Produktbereiche Druckluftbehälter, U-Bolts sowie die Gnotec-Gruppe, die strategisch gut aufgestellt sind und vielfältige Wachstumschancen bieten, sowie das auf leichte Federn ausgerichtete Stahlfedernwerk in Portugal, das von der dynamischen Marktentwicklung im Bereich leichter Nutzfahrzeuge profitiert“, zeigt sich Martin Sailer mit der aktuellen Struktur der Division zufrieden.

 

SHT: Gewinn von Marktanteilen im umkämpften österreichischen Markt

In der Division Frauenthal Handel steigt der Umsatz um MEUR 1 auf MEUR 141,4; rund 5 % davon erwirtschaftete die SHT Slovensko. Hans-Peter Moser betont: „In Österreich gelingt es der SHT trotz Sparmaßnahmen im öffentlichen Bereich weiterhin moderat Marktanteile zu gewinnen. Angesichts des erfolgten Kapazitätsausbaus, an dem sich fast alle Wettbewerber beteiligt haben, bestätigt sich einmal mehr unsere Strategie, auf Leistungsführerschaft und Innovation zu setzen.“ Durch das in Österreich erzielte Umsatzplus erhöht sich das EBIT gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres trotz der schlechten Marktlage in der Slowakei um MEUR 0,7 auf MEUR 1,3.

 

Ausblick: Weitere Ergebnisverbesserungen

Die Division Frauenthal Automotive erwartet langfristig keine Nachfragebelebung im Nutzfahrzeugbereich ist aber im PKW-Geschäft optimistisch, marktseitiges Wachstum zu erzielen. In der Division Frauenthal Handel geht man bei einem leicht ansteigendem Marktanteil und stabilem Sanitär- und Heizungsmarkt von einer moderaten Umsatz- und Ergebnissteigerung für das Gesamtjahr aus. Durch die Akquisition der ÖAG wird ein zusätzlicher Umsatz von rund MEUR 140 prognostiziert. Insgesamt erwartet die Frauenthal-Gruppe aus heutiger Sicht ein operatives Ergebnis deutlich über dem Niveau des Jahres 2013. Das Ziel, eine neue Geschäftsaktivität („3. Division) zu erwerben, bleibt weiterhin aufrecht.


Über die Frauenthal-Gruppe:

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den zwei Divisionen Frauenthal Automotive sowie Frauenthal Handel (SHT Haustechnik AG und ÖAG AG). Frauenthal Automotive ist Markt- und Technologieführer sowie Entwicklungspartner der europäischen Nutzfahrzeug-Industrie und produziert Stahlfedern, Druckluftbehälter, Briden, Stabilisatoren sowie Press- und Schweißkomponenten aus Metall an 13 Standorten in neun europäischen Ländern und in China. Die Frauenthal-Gruppe erlangt durch die Akquisition der ÖAG AG im Bereich Frauenthal Handel eine führende Marktstellung in Österreich, mit einem Umsatz (für ein Gesamtjahr) in der Größenordnung von MEUR 550. Die Frauenthal-Gruppe beschäftigte im Durchschnitt 2.279 Mitarbeiter (exklusive Mitarbeiter der ÖAG AG von knapp 720 Personen).

1) Aufgrund des Verkaufs (Closing ist im 4. Quartal 2014 zu erwarten) des Großteils des Stahlfedern- und Stabilisatorengeschäfts wird in ein Ergebnis nach Steuern fortzuführende Geschäftsbereiche (restliches automotives Geschäft der Division Frauenthal Automotive und Frauenthal Handel) sowie in ein Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich (Stahlfedern und Stabilisatorengeschäft) unterschieden. Die angeführten Werte und Analysen beziehen sich ausschließlich auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche. Dies gilt ebenso für die angeführten Werte der Vergleichsperiode 1–6/2013.

 

Rückfragehinweis

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Mag. Sabine Essl
Tel: 0664 433 79 78
E-mail: s.essl@balloon.co.at   

Frauenthal-Gruppe
Mag. Erika Hochrieser
Tel: 01 505 42 06 - 35
E-mail: e.hochrieser@frauenthal.at

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