Presseinformation

Wien, 23. April 2014
Frauenthal-Gruppe 2013

Jahresergebnis spiegelt europäische Nutzfahrzeugkonjunktur wider

  • Jahresergebnis durch außerordentlichen Einmalaufwand erheblich belastet
  • Operatives Geschäft deutlich positiv
  • Umsatzplus von 13 % durch Akquisitionen
  • Erster Produktionsstandort in China
  • SHT behauptet sich in ungünstigem Marktumfeld

Eine profitable Großakquisition, ein schwieriges Marktumfeld und Restrukturierungen prägen das Jahr 2013 der Frauenthal-Gruppe. Das im Wiener Prime Markt notierte Unternehmen verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 12,7 % auf MEUR 574,8 (2012: MEUR 509,9). Dieser Zuwachs stammt vom akquirierten schwedischen Automobilzulieferer Gnotec, der von Mai bis Dezember 2013 MEUR 59,3 zum Umsatz beisteuerte, sowie von der erstmals für ein Gesamtjahr enthaltenen SHT Slovenkso. Die Division Frauenthal Automotive erwirtschaftet 47 % und die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) 53 % des Gruppenumsatzes. Das Ergebnis wird durch außerordentlichen Einmalaufwand erheblich belastet, das bereinigte operative Geschäft ist trotz des schwierigen Marktumfeldes positiv. In der Division Frauenthal Automotive waren im Bereich Stahlfedern – einem der vier Produktbereiche – aufgrund von Aktualisierungen der mittel- und langfristigen Marktperspektiven Abwertungen (sogenannte Impairments) in Höhe von MEUR 28,7 erforderlich.  Zusätzlich entstand aufgrund des Verkaufs des defizitären Druckluftbehälterwerks  Frauenthal Automotive Ahlen GmbH in Deutschland ein Entkonsolidierungsaufwand in Höhe von MEUR 2,3. Das EBIT der Frauenthal-Gruppe beträgt MEUR -22,5 (2012: MEUR 7,9). Das bereinigte EBIT (vor diesen außerordentlichen Einmalaufwendungen) aus dem operativen Geschäft beträgt MEUR 9,2 und bewegt sich damit um MEUR 1,3 über dem Vorjahrswert. Martin Sailer, Vorstand der Frauenthal-Gruppe, erklärt:  „Wir haben mit der Akquisition der Gnotec-Gruppe und der Restrukturierung des Bereiches Druckluftbehälter wesentliche Weichenstellung für eine nachhaltig profitable Division Frauenthal Automotive gesetzt.“

 

Frauenthal Automotive: Profitabler Zukauf und Restrukturierung Airtanks

2013 stieg der europäische Nutzfahrzeugmarkt trotz des sogenannten „Last buy-Effektes“ der Euro V-Modelle lediglich um 1%. Der Umsatz der Division beträgt MEUR 267,4. Das Plus von MEUR 56,7 (26,8 %) resultiert aus dem  Zugang der Gnotec-Gruppe. Die Akquisition sowie die Restrukturierung im Produktbereich Druckluftbehälter haben bereits 2013 die Ertragslage gestützt und werden 2014 einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung im Automotive-Geschäft leisten. Das EBIT von MEUR -29,1 (2012: MEUR -1,9) ist zwar erheblich durch die erforderlichen Abwertungen im Produktbereich Stahlfedern (MEUR 28,7) belastet, bereinigt - vor Abwertungen und Entkonsolidierungsaufwand - beträgt es MEUR 1,9 und liegt damit um MEUR 3,8 über dem Vorjahreswert. Dieser Ergebniszuwachs resultiert vor allem aus dem Erwerb der Gnotec-Gruppe, die auch mit einer Verbreiterung des Produkt- und Kundenportfolios die strategische Weiterentwicklung vorantreibt. Mit Gnotec fasst Frauenthal Automotive erstmals im Wachstumsmarkt China Fuß: Das 2013 eröffnete Werk in der Nähe von Shanghai produziert Metallpresskomponenten für chinesische PKW-Hersteller.

 

SHT: Bündelung des Slowakei-Geschäfts

Die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte behauptete sich 2013 in einem schwierigen Umfeld gut: Trotz leicht rückläufigem Markt in Österreich und einem starken Markteinbruch in der Slowakei erzielte die SHT ein Umsatzplus von 2,7 % auf MEUR 307,4. Davon wurden MEUR 290,6 in Österreich und MEUR 16,8 in der Slowakei erwirtschaftet. Die Integration der beiden 2012 akquirierten slowakischen Großhändler wurde mit der Zusammenführung an einem Logistikstandort in der Nähe von Bratislava vorangetrieben. Das EBIT der Division beträgt MEUR 10,6 (2012: MEUR 12,2).

Vorantreiben der Diversifikation

Im Bereich Business Development wurde 2013 der Erwerb eines neuen dritten Standbeins intensiv verfolgt: Eine Vielzahl von Unternehmen wurde analysiert, nach sorgfältiger Chancen-Risiken Abwägung jedoch keine Akquisition umgesetzt. Hans-Peter Moser, Vorstand der Frauenthal-Gruppe, erklärt: „Der Erwerb eines Unternehmens mit dem Potenzial einer dritten Division ist uns 2013 trotz großem Nachdruck nicht gelungen. Potentielle Targets sind entweder zu kaputt für die Frauenthal-Gruppe oder strategische Investoren bzw. Private Equity Unternehmen sind bereit für gesunde Firmen Kaufpreise zu bezahlen, die für uns außer Reichweite waren.“

Ausblick 2014

Marktexperten gehen 2014 von einem stabilen europäischen Nutzfahrzeugmarkt aus. Die Aussichten für das PKW-Geschäft von Gnotec sind positiv. Im automotiven Bereich wird ein Umsatzwachstum von rund 10% erwartet, das im Wesentlichen von Gnotec stammen wird. Die Division Frauenthal Automotive investiert 2014 in Qualität sowie Produktivität, treibt den Ausbau des neuen Standortes in China voran und evaluiert Kapazitätsanpassungen im Produktbereich Stahlfedern. Die Division SHT prognostiziert ein moderates Marktwachstum im kommerziellen Neubau sowie der kommerziellen Sanierung und erwartet einen Zugewinn von Marktanteilen. Ein Schwerpunkt liegt im Abschluss der Konsolidierung der SHT Slovensko, um die Profitabilität im schwachen Marktumfeld zu verbessern. Die Akquisitionsstrategie wird konsequent weiterverfolgt. Wir suchen sowohl Unternehmen mit Potential zur dritten Division, wie auch add-on Akquisitionen die Shareholder-Value schaffen.

Über die Frauenthal-Gruppe

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den zwei Divisionen Frauenthal Automotive sowie Großhandel für Sanitär und Heizungsprodukte (SHT). Frauenthal Automotive ist Markt- und Technologieführer sowie Entwicklungspartner der europäischen Nutzfahrzeug-Industrie und produziert Stahlfedern, Druckluftbehälter, Briden, Stabilisatoren sowie Press- und Schweißkomponenten aus Metall an 13 Standorten in neun europäischen Ländern und in China. Der Sanitär- und Heizungsgroßhandel SHT ist Österreichs Nr. 1 Partner für Sanitär, Heizung und Installationstechnik und Nr. 3 in der Slowakei. Die Frauenthal-Gruppe beschäftigt derzeit rund 3.000 Mitarbeiter in zehn Ländern.

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