Frauenthal-Gruppe in den ersten neun Monaten 2013:
Zukäufe wirken sich positiv aus

Wien, 21. November 2013

  • Umsatzplus von 10 % durch erfolgreiche Akquisitionen
  • Ergebnisrückgang im 3. Quartal abgefedert: EBIT von MEUR 2,0
  • Erstes Produktionswerk in China eröffnet
  • SHT bündelt Slowakei-Geschäft
  • Kurzfristige Belebung des LKW-Marktes und rückläufige Baukonjunktur

Die Umsatzerlöse der Frauenthal-Gruppe sind von Jänner bis September 2013 vor allem durch die Akquisitionen der schwedischen Gnotec und der beiden slowakischen Großhändler um 10 % auf MEUR 418,4 gestiegen. Die schwache europäische Nutzfahrzeugnachfrage, der Entkonsolidierungsaufwand für das Druckluftbehälterwerk Ahlen sowie die schlechte Baukonjunktur in der Slowakei belasten das Ergebnis: Das EBIT beträgt MEUR 2,0 nach MEUR 5,3 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Veränderung resultiert überwiegend aus der Division Frauenthal Automotive. Martin Sailer, Vorstand der Frauenthal-Gruppe, erklärt: „2013 bleibt ein herausforderndes Jahr, aber durch Gegensteuerungsmaßnahmen wie die Restrukturierung des Produktbereiches Airtanks, die Akquisition der Gnotec-Gruppe und allgemeine Kostenreduktionen konnten wir unsere Ergebnissituation im dritten Quartal erheblich verbessern.“ Das zeigt sich in einer Verflachung des Ergebnisrückganges im Berichtszeitraum. Das Jahresergebnis beläuft sich auf MEUR -2,5 nach MEUR -0,8 im Vorjahr. Die Frauenthal-Gruppe beschäftigte im Durchschnitt 2.972 Mitarbeiter (1-9 2012: 2.402) in zehn Ländern.

 

Erwerb einer dritten Division geplant

Vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Marktlage in beiden Divisionen hat die Entkoppelung von der Nutzfahrzeug- und Baukonjunktur für die Frauenthal-Gruppe höchste Priorität. Hans-Peter Moser, Vorstand der Frauenthal-Gruppe, betont: „Nach dem Verkauf der Division Industrielle Wabenköper im Jahr 2012 ist es unser erklärtes Ziel, wieder ein drittes Standbein zu akquirieren.“

 

Division Frauenthal Automotive mit anhaltend stagnierendem Marktumfeld

Im Heimmarkt EU der Division Frauenthal Automotive sanken die Zulassungen von schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen im Berichtszeitraum um -6,8 % (im 3. Quartal alleine gab es einen Anstieg um 3,8 % im Vergleich zum 3. Quartal 2012). Dementsprechend reduziert sich auch der Umsatz exklusive des Neuerwerbs Gnotec um MEUR –7,1, das sind 4,4 %. Erfreulich sind die Umsatz- (MEUR 35,1) und Ergebnisbeiträge (EBIT MEUR 2,7) des im Mai 2013 akquirierten schwedischen Metallkomponentenherstellers Gnotec, der neben LKW- auch PKW- und Industriekunden beliefert. Der Gesamtumsatz der Division erhöhte sich daher um MEUR 28,0  (17,2 %) auf MEUR 191,0. Das Ergebnis (EBIT) liegt mit MEUR -2,1 um MEUR 2,3 unter dem Vorjahr. Darin sind MEUR 2,4 als Entkonsolidierungsaufwand für das verkaufte Druckluftbehälterwerk in Ahlen enthalten.

 

Erster Produktionsstandort in China

Mit Gnotec fasst Frauenthal Automotive auch im Wachstumsmarkt China Fuß: Das Produktionswerk für Metallpresskomponenten in der Nähe von Shanghai beliefert ab dem 4. Quartal 2013 chinesische PKW-Hersteller. „Das Potenzial für Neugeschäft ist vielversprechend. Dieser Schritt ist ein Signal an unsere Kunden, dass wir sie als europäischer Markt- und Technologieführer in der Chassiskomponenten-Produktion auch im chinesischen Wachstumsmarkt unterstützen können“, gibt Martin Sailer die Ausrichtung vor.

 

Division SHT bündelt slowakisches Geschäft

Die Division Großhandel für Sanitär und Heizungsprodukte (SHT) entwickelte sich in den ersten drei Quartalen 2013 erwartungsgemäß: Sie erwirtschaftete einen Umsatz von MEUR 227,4; das ist ein Plus von 4,6 Prozent. MEUR 8,0 davon entfallen auf die beiden 2012 erworbenen slowakischen Gesellschaften, die im September 2013 an einem Standort mit dem Namen SHT Slovensko zusammengefasst wurden. Durch die insbesondere in der Slowakei mit -15 % stark rückläufige Baukonjunktur (Österreich -3 %) beträgt das EBIT MEUR 6,1 nach MEUR 6,7 im Vorjahr. Hans-Peter Moser, erläutert: „Durch unser Best-in-class-Service gewinnen wir in Österreich weiterhin Marktanteile und Umsätze. In der Slowakei sind wir nach der Zusammenlegung unserer beiden Akquisitionen strukturell gut aufgestellt, um bei einem Anspringen des Marktes deutliche Ergebnisverbesserungen zu erzielen.“

 

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2013 prognostiziert die Frauenthal-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr ein signifikantes Umsatzwachstum, das aus den Akquisitionen Gnotec und SHT Slovensko stammt. Der mit Jahresanfang 2014 bevorstehende LKW-Modellwechsel von der Abgasnorm Euro 5 zu Euro 6 belebt im 4. Quartal durch einen „Last-buy Euro 5-Effekt“ den schwachen europäischen Nutzfahrzeugmarkt. Diese kurzfristige Markterholung, die positive Geschäftsentwicklung bei Gnotec und die Ergebnisverbesserung im restrukturierten Druckluftbehälter-Bereich lassen einen weiteren Ergebnisanstieg im 4. Quartal in der Division Frauenthal Automotive erwarten. Durch den verhaltenen Sanitärmarkt wird sich das Ergebnis in der Division SHT im 4. Quartal 2013 leicht unter dem Vorjahr bewegen.

 

Über die Frauenthal-Gruppe

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den zwei Divisionen Frauenthal Automotive sowie Großhandel für Sanitär und Heizungsprodukte (SHT). Frauenthal Automotive ist Markt- und Technologieführer sowie Entwicklungspartner der europäischen Nutzfahrzeug-Industrie und produziert Stahlfedern, Druckluftbehälter, Briden, Stabilisatoren sowie Press- und Schweißkomponenten aus Metall an 13 Standorten in neun europäischen Ländern und in China. Der Sanitär- und Heizungsgroßhandel SHT ist Österreichs Nr. 1 Partner für Sanitär, Heizung und Installationstechnik und Nr. 3 in der Slowakei. Die Frauenthal-Gruppe beschäftigt derzeit rund 3.000 Mitarbeiter in zehn Ländern.

 

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