Negative realwirtschaftliche Entwicklungen prägen 1.Quartal 2013

  • Umsatz der beiden fortzuführenden Geschäftsbereiche um 4 Prozent auf MEUR 113 gesunken
  • EBIT auf MEUR -3 verringert
  • Verbesserung der Marktsituation in beiden Divisionen ab 2. Quartal erwartet
  • Wachstum durch weitere Akquisitionen und Aufbau einer dritten Division
  • Erwerb des schwedischen Automobilzulieferers Gnotec AB kürzlich finalisiert

Wien, 21. Mai 2013 … Die Entwicklung der im Wiener Prime Markt notierte Frauenthal-Gruppe ist von ungünstigen makroökonomischen Veränderungen im ersten Quartal 2013 geprägt. So machte sich in der Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte ein extrem langer Winter bei gleichzeitiger Abschwächung der Baukonjunktur und in der Division Frauenthal Automotive die schlechte Marktsituation im Nutzfahrzeugbereich bemerkbar. Ab dem zweiten Quartal 2013 zeichnet sich eine tendenzielle Verbesserung der Marktsituation in den beiden Divisionen ab. Neben weiteren Zukäufen in den bestehenden Divisionen möchte das Unternehmen mittels gezielter Suche nach einer dritten Division sowohl Wachstum als auch die Stabilität weiter erhöhen...

Auf Gruppenebene reduzierten sich der Umsatz der beiden fortzuführenden Geschäftsbereiche gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf MEUR 113,0 und das operative Ergebnis (EBIT) auf MEUR -3,0. Ausschlaggebend dafür waren überwiegend der marktbedingte Umsatzrückgang in der Division Frauenthal Automotive von rund zwölf Prozent. Die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungstechnik konnte hingegen eine Umsatzsteigerung von drei Prozent erzielen. „Auch im ersten Quartal 2013 hat sich der europäische Nutzfahrzeugmarkt weiterhin negativ entwickelt. Schuld daran waren die enormen konjunkturellen Unsicherheiten in Südeuropa. Dadurch gingen die Zulassungen im Gesamtmarkt aller Nutzfahrzeuge um elf Prozent zurück. Im Segment der schweren und mittelschweren Fahrzeuge sogar um rund 17 Prozent. Der Umsatzrückgang in der Division Frauenthal Automotive korreliert mit der Zulassungsentwicklung in der EU“, erklärt Martin Sailer, Vorstandsmitglied der Frauenthal-Gruppe. „Wir rechnen aber mit einer deutlichen Marktbelebung ab dem zweiten Quartal. Ab dem nächsten Jahr tritt die neue strenge Euro-VI-Abgasnorm in Kraft. Wir rechnen damit, dass sich viele Kunden bis Ende des Jahres noch mit günstigeren Euro-V-Fahrzeugen eindecken werden“, so Sailer weiter.

Die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte wuchs um 3 Prozent auf
MEUR 63,0. „Während der Umsatz im österreichischen Markt zurückging, konnten wir den Gesamtumsatz mit den neu akquirierten Gesellschaften in der Slowakei um MEUR 3,3 steigern. Die schlechte Witterung im heurigen ersten Quartal verursachte die Verschiebung von vielen Baustellen. Vor allem im Osten Österreichs trugen Sparmaßnahmen im öffentlichen Bereich zu einer verhaltenen Marktentwicklung bei“, informiert Hans-Peter Moser, Vorstandsmitglied der Frauenthal-Gruppe. „Für das Gesamtjahr 2013 erwarten wir eine stabile Umsatzentwicklung in Österreich; das Wachstum wird aus dem neuen Bereich SHT Slovakia kommen“, so Moser weiter.

 

Dritte Division ist wichtiges Ziel

Die Frauenthal möchte ihr strategisches Wachstumskonzept für die verbleibenden Divisionen über Unternehmenszukäufe konsequent vorantreiben, „wie etwa im letzten Jahr die Akquisition von zwei slowakischen Großhändlern, des tschechischen Druckbehälterwerkes oder der kürzlich finalisierte Kauf des schwedischen Automobilzulieferers Gnotec AB, der alleine rund MEUR 80 Umsatz erwirtschaftet“, erklärt Sailer. „Das wichtigste Ziel im Business Development ist der Erwerb einer neuen Geschäftsaktivität, also einer dritten Division. Es ist allerdings wesentlich schwieriger vorhersagbar, wann wir das umsetzen können“, so Vorstand Moser. Zahlreiche Unternehmen werden anhand der Investitionskriterien untersucht. Zum Berichtszeitpunkt sind mehrere potenzielle Akquisitionstargets in der Analysephase.

„Für uns ist es wichtig, dass das dritte Standbein über eine starke Marktposition in einem definierten Marktsegment verfügt und dabei keine Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus der Automotive-Industrie aufweist. Weiteres sollte erkennbares Ausbau- oder Optimierungspotenzial durch Einbringung von Ressourcen und Know-how der Frauenthal-Gruppe möglich sein. Es kommen dabei fast alle Branchen aus Industrie oder Handel in Betracht“, erklärt Moser.

Alle Akquisitionstargets werden mit größter Sorgfalt geprüft und den erforderlichen Due Diligences unterzogen. Eine Prognose, wann mit einer weiteren größeren Akquisition zu rechnen ist, kann nicht gestellt werden.

 

Über die Frauenthal-Gruppe 

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den zwei Unternehmensbereichen LKW-Zuliefergeschäft (Frauenthal Automotive: Stahlfedern, Druckluftbehälter für Bremssysteme; Press-, Stanz- und Schweißteile) sowie Sanitär- und Heizungsgroßhandel (SHT). Die Gruppe beschäftigt derzeit rund 2.900 Mitarbeiter und ist mit den neuen schwedischen Standorten in neun europäischen Ländern vertreten.

Foto Vorstand Hans-Peter Moser und Martin Sailer elektronisch unter:
http://www.frauenthal.at/media/portals/1/vorstand.jpg
(Quelle: Frauenthal Holding AG, 300dpi)

  

Weitere Informationen: 

Frauenthal Holding AG
Mag. Erika Hochrieser
Investor Relations

Rooseveltplatz 10
A-1090 Wien
Tel: +43 1 505 42 06 35
Email: e.hochrieser@frauenthal.at
Internet:
www.frauenthal.at

 

Prime Communication Consulting
Mag. Albert Haschke MAS
Public Relations

Währingerstraße 2-4/1/49
A-1090 Wien
Tel: +43 1 3172582 0
Email: haschke@prime.co.at
Internet: www.prime.co.at

 

X
0.058379888534546