Vorläufige Ergebnisse 2001

Allgemein

Das Geschäftsjahr 2001 brachte für den Frauenthal Keramik AG - Konzern große Veränderungen. Durch den Verkauf des ursprünglichen Kerngeschäftes, Isolatoren für Hoch- und Höchstspannungsapplikationen, wurde ein Umsatz von rund 70 Mio. EUR oder etwa drei Viertel des Geschäftsvolumens abgegeben. Der verbliebene Geschäftsbereich umfasst Wabenkeramik, vor allem Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Rauchgasen von Kraftwerken und Industrieanlagen. 

 

Kenndaten

(inklusive Geschäftsbereich Isolatoren bis 30. Juni 2001)
Die Zahlen für das Jahr 2001 sind durch die stattgefundene Transaktion nur bedingt aussagefähig. Die Tatsache, dass der Isolatorenbereich nur für ein halbes Jahr inkludiert ist, zahlreiche komplexe Endkonsolidierungseffekte und nur mit der Transaktion in Zusammenhang stehende Auswirkungen beeinträchtigen die Vergleichbarkeit mit den Werten der Vergangenheit.
Im verbleibenden Geschäftsbereich konnte ein Umsatz von 35,5 Mio. EUR erzielt werden, eine Steigerung von 24% gegenüber den im Jahr 2000 erwirtschafteten 28,6 Mio. EUR.
Der Gesamtumsatz der Gruppe belief sich auf 74,2 Mio. EUR (2000: 100,5 Mio. EUR). Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde durch Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Verkauf der Isolatorensparte belastet und erreichte 2,1 Mio. EUR (2000: 2,8 Mio. EUR). Der Konzern-Jahresfehlbetrag betrug, bedingt durch außerordentlichen Aufwand in Zusammenhang mit der Aufgabe von Geschäftsbereichen und damit in Zusammenhang stehenden Einmaleffekten, -9,6 Mio. EUR, nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr von 0,5 Mio. EUR.
Durch den Verkauf der Isolatorensparte konnten die Bilanzkennzahlen des Konzerns signifikant verbessert werden. So erhöhte sich beispielsweise die Eigenkapitalquote von 33,7% auf 46,3% und während die Nettoverschuldung im Jahr 2000 noch 16 Mio. EUR betrug kann per 31.12.2001 auf einen Überschuss liquider Mittel von 9,5 Mio. EUR verwiesen werden. Diesen Kennzahlen kommt in Zukunft nicht zuletzt aufgrund der derzeit vieldiskutierten Basel II-Richtlinien verstärkte Bedeutung zu.
Der Cashflow aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 7,1 Mio. EUR (9,1 Mio. EUR in 2000). 67,7% der Umsätze wurden innerhalb der EU erwirtschaftet (2000: 70,5%), 20,8 % im Nord- und Südamerikanischen Raum (2000: 14,6%). Die Gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2001 insgesamt 271 Mitarbeiter. (31. Dezember 2000: 1.293) 

 

Geschäftsentwicklung

Die im Vorjahr getätigten Investitionen in Kapazitätsausweitungen für Wabenkörper in der Porzellanfabrik Frauenthal konnten die Wettbewerbsposition der Gesellschaft stärken und ermöglichte die Behauptung der starken Marktposition in den USA, wo durch entsprechende legislative Rahmenbedingungen derzeit starke Nachfrage nach Katalysatoren registriert wird. Die Auftragseingänge sind nach wie vor zufriedenstellend, wenngleich ein gewisser Preisdruck durch das verstärkte Auftreten von Konkurrenten zu beobachten ist.
Problematisch stellt sich hingegen die Situation bei den nichtkatalytischen Wabenkörpern dar, die am deutschen Standort Hermsdorf hergestellt werden. Bedingt durch die Rezession der amerikanischen Wirtschaft und durch die tragischen Ereignisse des 11. September reduzierten sich die Aktivitäten am Hauptmarkt dieser Produkte signifikant, was zu Überlegungen und Verhandlungen über einen Personalabbau und über die Einführung eines Kurzarbeitregimes in der Porzellanfabrik Hermsdorf zu Jahresende führte, welche dann zu Begin des Jahres 2002 implementiert wurden. 

 

Aussichten

Der Auftragsstand zu Beginn des Jahres 2002 betrug 34,4 Mio. EUR (2001 [Geschäftsbereich Umwelt]: 28,5 Mio. EUR). Der Markt für das Hauptprodukt, katalytische Wabenkörper, bleibt stark, wenngleich rückläufige Margen bei neuen Aufträgen beobachtet werden, die sich aufgrund der Langfristigkeit der bestehenden Aufträge allerdings erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung in den Resultaten widerspiegeln werden. Zum gegenwärtigen Wissensstand wird für das laufende Jahr im Wabenkörpergeschäft ein Umsatz von rund 30 Mio. EUR erwartet, der projektbezogen schwanken kann. Ein nachhaltig positives Konzern-Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insgesamt auf dem Niveau von 2001 ist zu erwarten. Die Entwicklung und Auswirkung der Nachfrage bei nichtkatalytischen Wabenkörpern bleibt abzuwarten.

Kontakt: Gernot Schubert, 01/982 58 50 - 21

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