1. Quartal 2012 ist vom Marktabschwung im Nutzfahrzeugbereich geprägt

  • Umsatz im 1. Quartal 2012 liegt geringfügig um 2 % hinter dem Vorjahr
  • EBIT um MEUR 3,6 auf MEUR 1,8 gesunken
  • Fokussierung auf Wachstum in Automotive- und Großhandelsdivision
  • Verkauf Division Industrielle Wabenkörper an japanische IBIDEN
  • Ausblick auf Geschäftsentwicklung verhalten positiv

Wien, 21. Mai 2012 … Die im Wiener Prime Markt notierte Frauenthal-Gruppe plant nach dem Verkauf der Division Industrielle Wabenkörper an den japanischen Konzern IBIDEN ihr strategisches Wachstumskonzept entschlossen voranzutreiben. Die deutliche Stärkung der Liquiditätssituation unterstützt dabei die Gruppe, in den beiden verbleibenden Divisionen die marktbeherrschenden Positionen weiter auszubauen. Die Entwicklung im ersten Quartal 2012 war wesentlich vom Marktabschwung im Nutzfahrzeugbereich geprägt.

Auf Gruppenebene reduzierten sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 2 Prozent auf MEUR 136,4 und das operative Ergebnis (EBIT) auf MEUR 1,8. Markante Preissteigerungen für Energie- und Transportkosten, die an Kunden nicht überwälzbar sind, belasten die Ergebnisse aller drei Divisionen. „Der Umsatzrückgang in der Division Frauenthal Automotive entspricht dem Rückgang im Nutzfahrzeugmarkt. Hingegen konnte die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungstechnik um gute 5 Prozent wachsen“, erklärt Hans-Peter Moser, Vorstandsmitglied der Frauenthal-Gruppe. „Den Ausblick für das Gesamtjahr 2012 sehen wir verhalten positiv“, so Moser weiter.

 

Fokussierung auf Wachstum

Die Frauenthal-Gruppe konzentriert künftig ihre Aktivitäten auf jene Bereiche, die aufgrund der finanziellen und technologischen Möglichkeiten die nachhaltig besten Wachstumschancen bieten. „In den Divisionen Frauenthal Automotive und Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte kann die führende Marktposition in Europa bzw. Österreich durch den schrittweisen Ausbau des Produktportfolios und die geographische Expansion weiter ausgebaut werden“, erklärt Martin Sailer, Vorstandsmitglied der Frauenthal-Gruppe. „In der Division Industrielle Wabenkörper hingegen können Wachstumschancen, die eine global voranschreitende Umweltgesetzgebung bietet, nur durch umfassende Investitionen in außereuropäische Produktions-, Service- und Vertriebsstrukturen sowie durch die Erweiterung der technologischen Kompetenzen in vollem Umfang realisiert werden“, nennt Sailer als Gründe, weshalb die Division an die japanische Technologiegruppe IBIDEN verkauft wurde. Die strategischen Wachstumskonzepte für die verbleibenden Divisionen können nun umso entschlossener vorangetrieben werden, da die Liquiditätssituation der Gruppe in 2012, sollte die Transaktion wie erwartet abgeschlossen werden, signifikant gestärkt wird“, so Sailer weiter.

 

Positiv verhaltener Ausblick

In der Division Frauenthal Automotive erwartet das Unternehmen auf Basis der aktuellen Produktionsplanungen ihrer Kunden eine Fortsetzung des aktuellen Nachfrageniveaus, unter Berücksichtigung der üblichen saisonalen Schwankungen. Trotz Zugewinn von Kundenaufträgen wird ein Umsatz- und Ergebnisniveau für das Gesamtjahr erwartet, das unter jenem des Jahres 2011 liegen wird. Die Erwartungen der Hersteller für das Gesamtjahr 2012 sind unterschiedlich, ebenso wie regionale Entwicklungen. Insgesamt wird aber mit einem Marktrückgang von nicht mehr als 10 Prozent gerechnet.

Die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) erwartet für das Gesamtjahr ein moderates Umsatzwachstum bei geringfügig steigendem Marktanteil und gegenüber dem Vorjahr ein leicht verbessertes Ergebnis. Angesichts rückläufiger Zuwachsraten, sowohl im Neubau als auch in der Renovierung, wird mit einem anhaltenden Preiskampf gerechnet. Die Leistungsführerschaft wird gezielt weiter ausgebaut. Die Akquisition Technopoint in der Slowakei ist ein erster Schritt in Richtung geografische Expansion ins angrenzende Ausland. „Die Akquisition Technopoint scheint volumenmäßig von untergeordneter Bedeutung, ist aber für die SHT ein wesentlicher Meilenstein. Wir setzen damit unsere Strategie „going international“ erstmals um.“, erklärt Hans Peter Moser, die Übernahme des slowakischen Sanitärgroßhändlers.

Für die Division Industrielle Wabenkörper wurden Verkaufsverhandlungen mit IBIDEN erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Closing der Transaktion wird innerhalb des 2. Quartals 2012 gerechnet.

 

Über die Frauenthal-Gruppe

Die an der Wiener Börse notierte Frauenthal-Gruppe ist ein Mischkonzern mit den drei Unternehmensbereichen Umwelttechnik (Industrielle Wabenkörper, keramische Kraftwerks- und Dieselmotorenkatalysatoren), LKW-Zuliefergeschäft (Automotive Components: Stahlfedern, Druckluftbehälter für Bremssysteme) sowie Sanitär- und Heizungsgroßhandel (SHT). Die Gruppe beschäftigt derzeit rund 2.700 Mitarbeiter und produziert in sieben europäischen Ländern.  

Foto Vorstand Hans-Peter Moser und Martin Sailer elektronisch unter:

http://www.frauenthal.at/media/portals/1/InvestorRelation_01.tif

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