Bilanz 2002

Nach guter Entwicklung ist weiteres Wachstum geplant

Im Jahr 2001 wurde das ehemalige Kerngeschäft der Frauenthal Keramik AG, nämlich Isolatoren für Hoch- und Höchstspannungsapplikationen, verkauft und infolge das Unternehmen per 27. Juni 2002 in Frauenthal Holding AG umbenannt und neu positioniert. Im vergangenen Jahr wurde die Styria-Gruppe neu erworben und damit wieder eine gut diversifizierte und ertragsstarke Beteiligungsstruktur aufgebaut.

Das neue Beteiligungsportefeuille der Frauenthal Holding AG umfasst die Styria-Gruppe und die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH. Die Styria-Gruppe ist mit Produktionsstätten in Österreich, Frankreich, Deutschland und Slowenien Europas führender Hersteller von Blattfedern und Stabilisatoren für schwere Lastkraftfahrzeuge und Anhänger. Die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH produziert und vertreibt keramische Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Rauchgasen von Kraftwerken und Industrieanlagen sowie Wärmetauscher und Gießereifilter.

Der Gesamtumsatz der Gruppe belief sich im Jahr 2002 auf 119,8 Mio. Euro (2001: 74,2 Mio. Euro). Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 5,6 Mio. Euro (2001: 2,1 Mio. Euro). Der Konzern-Jahresüberschuss betrug 3,4 Mio. Euro nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von 9,6 Mio. Euro. Der Cash Flow aus dem Ergebnis erreichte 15,1 Mio. Euro (2001: 7,1 Mio. Euro). (Durch die geänderte Konzernstruktur sind die Zahlen für 2002 mit 2001 allerdings nicht direkt vergleichbar).

Erhebliches Zukunftspotential steckt in dem Entwicklungsprojekt der Porzellanfabrik Frauenthal GmbH zur Herstellung von Katalysatoren zur Abgasreinigung und Stickoxidreduktion von mit Diesel betriebenen Kraftfahrzeugen. Mit einem namhaften europäischen Nutzfahrzeughersteller wurde ein Entwicklungsvertrag abgeschlossen. Mit den in Entwicklung befindlichen Katalysatoren werden sowohl technisch als auch wirtschaftlich die durch die Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 künftig vorgeschriebenen reduzierten Grenzwerte für Stickoxidemissionen erreicht.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2003 wird für beide Geschäftsbereiche wesentlich von der weltpolitischen Entwicklung abhängen. Erhöhte Unsicherheit, Terror- und Kriegsgefahr verringern die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und führen zu unvorhersehbaren Entwicklungen auf den Finanz- und Devisenmärkten. Trotz der Prognoseunsicherheit kann für das Geschäftsjahr 2003 von einem guten Ergebnis ausgegangen werden, das aber etwas unter dem Jahresergebnis 2002 liegen wird.

Die gute Eigenkapital-Rentabilität ermöglicht es der Frauenthal Holding AG, auch künftig ein gesundes Wachstum voranzutreiben und Akquisitionsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene zu verfolgen. 

 

Neupositionierung als Frauenthal Holding AG

Im Jahr 2001 wurde das ehemalige Kerngeschäft - Isolatoren für Hoch- und Höchstspannungsapplikationen - verkauft und infolge das Unternehmen als Beteiligungsgesellschaft neu positioniert. Die Frauenthal Keramik AG wurde laut Beschluss der 13. ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2002 daher in Frauenthal Holding AG umbenannt.

Das neue Beteiligungsportefeuille umfasst im wesentlichen die Styria-Gruppe und die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH. Die Styria-Gruppe ist mit Produktionsstätten in Österreich, Frankreich, Deutschland und Slowenien Europas führender Hersteller von Blattfedern und Stabilisatoren für schwere Lastkraftfahrzeuge und Anhänger. Die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH produziert und vertreibt keramische Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Rauchgasen von Kraftwerken und Industrieanlagen sowie Wärmetauscher und Gießereifilter. Dieses neue Beteiligungsportefeuille ist gut diversifiziert und ertragsstark. 

 

Rekordergebnis in 2002 erzielt

Das Jahr 2002 war vor allem geprägt durch die erstmalige Einbeziehung der Styria-Gruppe in den Konsolidierungskreis, wodurch die Vergleichbarkeit für das Vorjahr 2001 stark beeinträchtigt ist. Darüber hinaus wurde die 94,9%-Beteiligung an der Porzellanfabrik Hermsdorf GmbH mit Wirkung per 1. Jänner 2002 veräußert und diese Gesellschaft daher im Berichtszeitraum entkonsolidiert.

Der Gesamtumsatz der Gruppe belief sich auf 119,8 Mio. Euro (2001: 74,2 Mio. Euro). Das konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 5,2 Mio. Euro (irrtümlich wurde 5,6 angegeben; 2001: 2,1 Mio. Euro). Die richtige Zahl wurde in der Bilanzpressekonferenz bekanntgegeben! Der Konzern-Jahresüberschuss betrug 3,4 Mio. Euro nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von 9,6 Mio. Euro. Der Cash Flow aus dem Ergebnis erreichte 15,1 Mio. Euro (2001: 7,1 Mio. Euro). Der Vorstand wird der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1 EUR pro Stammaktie vorschlagen.  

 

Mit Styria-Gruppe Marktführer bei Blattfedern erworben

Trotz eines schwierigen Marktumfeldes konnte die Styria-Gruppe 2002 sowohl mengen- als auch umsatzmäßig das Niveau des Vorjahres halten (52.100 t, 93,1 Mio. Euro), was nicht zuletzt auf eine Erhöhung der Marktanteile zurückzuführen ist. Die Styria-Gruppe zählt beinahe sämtliche namhafte LKW- und Anhänger-Achsen-Hersteller in Europa zu ihren Kunden. Die Produktpalette umfasst Parabelfedern (52%), Parabellenker (21%), Trapezfedern (16%) und Stabilisatoren (11%). Derzeit wird eine Produktionslinie für Parabelfedern in Ravne (Slowenien) errichtet. Dadurch wird die benötigte Kapazitätserweiterung für diese Produkte geschaffen und die Wettbewerbsposition der Gruppe weiter gestärkt. Die Produktionsaufnahme wird für das 4. Quartal 2003 erwartet.

Die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH konnte im Jahr 2002 einen Umsatz von 25,9 Mio. Euro erwirtschaften (2001: 42 Mio. Euro) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit steigern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den Vergleichszahlen des Vorjahres das mittlerweile verkaufte Isolatorengeschäft noch für 6 Monate enthalten ist. 

 

Erschließung neuer Marktsegmente durch Komponentenentwicklung für LKW

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Styria-Gruppe lagen in der Entwicklung neuer Fertigungsprozesse beim Oberflächenschutz (Lackieren) sowie in den Entwicklungsarbeiten bei Stahl zur Erhöhung der Lebensdauer von Parabel-, Trapez- und Lenkerfedern. Im Jahr 2002 wurde mit der Entwicklung neuartiger Komponenten für Hinterachsen bei Lastkraftwagen begonnen, mit denen in den nächsten Jahren neue Marktsegmente erschlossen werden sollen. 

 

Entwicklungsprojekt mit Zukunftspotential: der Diesel-Kat

Ein wichtiges Entwicklungsprojekt der Porzellanfabrik Frauenthal ist die Herstellung von Katalysatoren zur Abgasreinigung und Stickoxidreduktion von mit Diesel betriebenen Kraftfahrzeugen. Mit einem namhaften europäischen Nutzfahrzeughersteller wurde ein Entwicklungsvertrag abgeschlossen, mit dem Ziel, gemeinsam Katalysatoren bis zur Serienreife zu entwickeln. Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind zufrieden stellend und zeigen, dass mit den in Entwicklung befindlichen Katalysatoren sowohl technisch als auch wirtschaftlich die durch die Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 künftig vorgeschriebenen reduzierten Grenzwerte für Stickoxidemissionen erreicht werden. 

 

Zufriedenstellendes Ergebnis für 2003 erwartet

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2003 wird für beide Geschäftsbereiche wesentlich von der weltpolitischen Entwicklung abhängen. Erhöhte Unsicherheit, Terror- und Kriegsgefahr verringern die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und führen zu unvorhersehbaren Entwicklungen auf den Finanz- und Devisenmärkten.

Die Styria-Gruppe sieht sich im ersten Quartal des laufenden Jahres bereits mit einer etwas schwächeren Nachfrage konfrontiert, die auf ebendiese geopolitischen Unsicherheiten zurückzuführen ist. Maßnahmen, um auf eine nachhaltige weitere Abschwächung zeitgerecht reagieren zu können, wurden bereits vorbereitet. Ansonsten wird für heuer in diesem Teilkonzern mit einem Ergebnis auf etwa Vorjahresniveau gerechnet. Darüber hinaus wird wie in der Vergangenheit auch künftig eine Wachstumsstrategie verfolgt, die den Konzentrations- und Globalisierungstendenzen in der Nutzfahrzeugindustrie Rechnung trägt. Die guten Kontakte zu potentiellen Kooperationspartnern in West-, Süd- und Osteuropa, Amerika und Asien werden fortgeführt.

Für die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH verlief der Start in das neue Geschäftsjahr gemäß den Budgeterwartungen. Im Katalysatorenbereich wird das erste Halbjahr von einem überdurchschnittlichen Liefervolumen gekennzeichnet sein.

Die Situation im Katalysatorenbereich wird wesentlich von den Entwicklungen und dem Bedarf am nordamerikanischen Markt geprägt. Durch die weiter anhaltende schlechte Konjunkturlage in den USA und den deutlichen Kursrückgang des US-Dollar gegenüber dem Euro haben sich die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in diesem Markt gegenüber den Vorjahren verschlechtert. Obwohl die Umweltgesetzgebung mit verschärften Grenzwerten für den Stickoxidausstoß weiter aufrecht bleibt und für bestimmte Regionen und Industriebereiche sogar weiter ausgedehnt wurde, sind Prognosen aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger zu treffen.

Eine Marktbelebung zeichnet sich derzeit vor allem in Italien und Frankreich ab und einige Nachrüstprojekte mit kleineren Volumina sind auch am deutschen Markt zu erwarten.

Trotz der Prognoseunsicherheit kann für das Geschäftsjahr 2003 von einem guten Ergebnis ausgegangen werden, das jedoch unter dem hervorragenden Jahresergebnis 2002 liegen wird.

Die gute Eigenkapital-Rentabilität ermöglicht es der Frauenthal Holding AG, auch künftig ein gesundes Wachstum voranzutreiben und Akquisitionsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene zu verfolgen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an
 
Dr. Winfried Braumann
Tel. 505 42 06-28
E-mail: w.braumann@frauenthal.at
 
Gernot Schubert
Tel. 505 42 06-27
E-mail: g.schubert@frauenthal.at

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