Quartalsbericht 1/2003

Kenndaten

Sämtliche Vergleichszahlen des Jahres 2002 beinhalten nicht die im November 2002 akquirierte Styria-Federn-Gruppe, jedoch die mittlerweile veräußerte Porzellanfabrik Hermsdorf GmbH. Daher ist die Aussagekraft dieser Vergleichsdaten sehr eingeschränkt.

Der konsolidierte Konzernumsatz betrug im ersten Quartal 2003 EUR 35,4 Mio. (1. Quartal 2002: EUR 11,7 Mio.). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich auf EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2 Mio.). Der Auftragsstand per 31. März 2002 (nur Umweltkeramik) betrug EUR 28,8 Mio. gegenüber EUR 36,9 Mio. am Ende des ersten Quartals des Vorjahres.

71,9 % des Gesamtumsatzes wurden im EU-Raum erwirtschaftet, 27,4 % in Amerika. Per 31. März 2003 beschäftigte die Gruppe 840 Mitarbeiter (31. März 2002: 246 Mitarbeiter). Die Investitionen im ersten Quartal 2003 beliefen sich auf EUR 1,1 Mio. (1. Quartal 2002: EUR 0,1 Mio.). 

Geschäftsentwicklung


Umweltkeramik

Im Bereich der am Standort Frauental hergestellten katalytischen Wabenkörper (Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Abgasen von Kraftwerken) war das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres durch ein überdurchschnittlich hohes Liefervolumen geprägt, was auch ein entsprechend atypisch hohes Quartalsergebnis bedingte. Der Umsatz dieses Geschäftsbereiches in der Berichtsperiode belief sich auf EUR 11,1 Mio. Aufgrund der jüngsten Entwicklung des USD-Kurses und der konjunkturellen Situation am für die Gesellschaft wichtigen nordamerikanischen Markt wird das Geschäft zusehends schwieriger. Ferner ist ein durch Überkapazitäten verursachter Konkurrenzdruck zu verzeichnen, welcher ebenfalls negative Auswirkungen auf die Margen neuer Aufträge hat.

Andererseits zeigt jedoch der europäische Markt Erholungstendenzen. So werden vor allem in Frankreich und Italien interessante neue Projekte erwartet.

Der in Frauental gemeinsam mit einem führenden LKW-Hersteller entwickelte Katalysator für Dieselkraftfahrzeuge ist ein sehr erfolgversprechendes Projekt, Ergebnisauswirkungen sind jedoch erst in einigen Jahren zu erwarten.  

 

LKW-Federn

Der Umsatz dieses Geschäftsbereiches betrug im ersten Quartal 2003 EUR 24,5 Mio.

Die Auswirkungen des Irak-Krieges auf diesen Geschäftsbereich bleiben abzuwarten, jedenfalls ist eine rückläufige Nachfrage aus dem mittleren Osten zu verzeichnen, welche vor allem den slowenischen Standort betrifft. Ansonsten entspricht die Geschäftsentwicklung in diesem Bereich den Erwartungen und den budgetierten Werten. 

 

Vorschau

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2003 wird für beide Geschäftsbereiche wesentlich von der weltpolitischen Entwicklung abhängen. Szenarien erhöhter Unsicherheit, Terror- und Kriegsgefahr verringern die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und führen zu unvorhersehbaren Entwicklungen auf den Finanz- und Devisenmärkten.

Die Styria-Gruppe sieht sich im ersten Quartal des laufenden Jahres bereits mit einer etwas schwächeren Nachfrage konfrontiert, die auf ebendiese geopolitischen Unsicherheiten zurückzuführen ist. Das Management bereitete bereits Maßnahmen vor, um auf eine nachhaltige weitere Abschwächung zeitgerecht reagieren zu können. Ansonsten wird für das laufende Jahr in diesem Teilkonzern mit einem Ergebnis auf etwa Vorjahresniveau gerechnet. Darüber hinaus wird wie in der Vergangenheit auch zukünftig eine Wachstumsstrategie verfolgt, die den Konzentrations- und Globalisierungstendenzen in der Nutzfahrzeugindustrie Rechnung trägt. Die guten Kontakte zu potentiellen Kooperationspartnern in West-, Süd- und Osteuropa, Amerika und Asien werden fortgeführt.

Für die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH verlief der Start in das neue Geschäftsjahr gemäß den Budgeterwartungen und wird bedingt durch das Projektgeschäft im Katalysatorenbereich von einem überdurchschnittlichen Liefervolumen im ersten Halbjahr gekennzeichnet sein.

Die Situation im Geschäftsbereich Katalysatoren wird wesentlich von den Entwicklungen und dem Bedarf am nordamerikanischen Markt geprägt. Durch die weiter anhaltende schlechte Konjunkturlage in den USA, den deutlichen Kursrückgang der amerikanischen Währung gegenüber der europäischen Einheitswährung in Verbindung mit der durch die Irakkrise ausgelösten politischen Unsicherheit, haben sich die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in diesem Markt gegenüber den Vorjahren verschlechtert. Wenngleich die Umweltgesetzgebung mit verschärften Grenzwerten für den Stickoxidausstoß weiter aufrecht bleibt und für bestimmte Regionen und Industriebereiche sogar weiter ausgedehnt wurde, sind Prognosen aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger zu treffen.

Am europäischen Markt zeichnet sich derzeit vor allem in Italien und Frankreich eine Marktbelebung ab. Einige Nachrüstprojekte mit kleineren Volumina sind auch am deutschen Markt zu erwarten.

Auf Grund der in den letzten Monaten zu beobachtenden USD-Kursentwicklung und des sich gleichzeitig verschärfenden Konkurrenzdrucks wird mit einem weiterhin sinkenden Preisniveau zu rechnen sein.

Unter Abwägung der zunehmenden Prognoseunsicherheit kann für das Geschäftsjahr 2003 dennoch von einem an sich zufriedenstellenden Ergebnis ausgegangen werden, wenngleich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter dem des Vorjahres liegen wird.

Somit ist auch auf Ebene des Frauenthal Holding Gesamtkonzerns mit einem etwas unter dem Niveau des Jahres 2002 liegenden konsolidierten Ergebnis zu rechnen.

Weiters verfolgt und evaluiert die Gesellschaft laufend Akquisitionsprojekte für ein profitables Wachstum zum Wohl der Aktionäre und Mitarbeiter. 

 

Hauptversammlung

Die 14. ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft findet am 22. Mai 2003 um 10.30 Uhr im Radisson SAS Palais Hotel, Parkring 16, 1010 Wien, statt.

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