Frauenthal Holding AG: Erstmals Emission einer Unternehmensanleihe

  • Emissionsvolumen: EUR 70 Mio.
  • Laufzeit: 7 Jahre
  • Verwendung: Stärkung der Finanzierungsbasis
  • Platzierung bei österreichischen institutionellen und privaten Investoren

Wien, 16. Juni 2005... Die Frauenthal Holding AG, tätig in den Bereichen LKW-Zulieferung und Industriekeramik, kommt erstmals in der Unternehmensgeschichte mit einer Anleihe auf den Markt. Die Emission der international erfolgreichen Unter-nehmensgruppe mit Sitz in Wien umfasst ein Volumen von EUR 70 Mio. Die Laufzeit des Wertpapiers beträgt sieben Jahre. Der Zinssatz, der sich an den internationalen Marktbedingungen orientiert, wird voraussichtlich am 20. Juni festgelegt. Die Zeichnungsfrist beginnt am 22. Juni und läuft bis zum 24. Juni vorbehaltlich einer vorzeitigen Beendigung.

Als Lead Manager für diese Transaktion wurden Bank Austria Creditanstalt und RZB – Raiffeisen Zentralbank Österreich AG ausgewählt. Die Anleihe richtet sich sowohl an private als auch institutionelle Investoren und wird zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse zugelassen.

Der Emissionserlös dient vorrangig der Verbesserung der Finanzierungsstruktur des Frauenthal Konzerns. Winfried Braumann, Vorstandsvorsitzender der Frauenthal Holding AG, führt dazu aus: „Mit der Anleihe stellen wir unsere Finanzierung auf eine breitere Basis. Zusätzlich wollen wir mit dem Erlös langfristige Projekte und mögliche Akquisitionen finanzieren.“ Hauptkriterien für die Auswahl neuer Engagements des Unternehmens sind die weitere Stär-kung der Marktposition aber auch die Diversifikation in neue Geschäftsfelder.

 

Internationaler Erfolg auf zwei Standbeinen

Die Frauenthal Holding AG umfasst zwei Unternehmensbereiche: Die Automotive Compo-nents, die europaweit führend in der LKW-Zulieferung sind sowie die Keramischen Wabenkörper (CERAM), die weltweit erfolgreich im Bereich der katalytischen Abgasreduktion tätig sind.

 

Automotive Components

Zum Bereich Automotive Components gehören die Styria Federn Gruppe sowie seit 2004 die Linnemann-Schnetzer Gruppe. Styria Federn sind Europas Nummer Eins bei der Herstellung von Blattfedern und Stabilisatoren für schwere Lastkraftfahrzeuge. Linnemann-Schnetzer ist europäischer Marktführer bei Druckbehältern aus Stahl und Aluminium, den wesentlichen Bestandteilen für Bremssysteme von Nutzfahrzeugen.

 

Keramische Wabenkörper (CERAM)

Dieser Bereich produziert und vertreibt keramische Wabenkörper, die in erster Linie als SCR (Selective-Catalytic-Reduction)-Katalysatoren für die Entstickung von Rauchgasen in kalorischen Kraftwerken oder Müllverbrennungen sowie als Wärmetauscher und Gießereifilter eingesetzt werden. Ab Herbst 2005 beginnt die Serienproduktion des Frauenthal-Dieselkatalysators, der bereits heute den Abgasvorschriften der EU für LKWs ab 2008 ent-spricht.

 

Dynamisches Wachstum 2004

Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von EUR 201,4 Mio. (inklusive Linnemann-Schnetzer). Das entspricht einer Steigerung von 65 % gegenüber 2003. 85 % des Umsatzes entfielen auf den Bereich Automotive Components. Das Konzernergebnis 2004 hat sich mit EUR 6,4 Mio. vervierfacht. Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag 2004 bei EUR 13,5 Mio. gegenüber EUR 5,5 Mio. im Jahr 2003. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich von 949 Personen im Jahresdurchschnitt 2003 auf 1.476 im Jahr 2004.

Die Gründe für die herausragende Unternehmensentwicklung waren das Anspringen der Konjunktur in der LKW-Branche sowie die erfolgreiche Akquisition und Integration der Linnemann-Schnetzer Gruppe. Weiters konnten im Bereich der keramischen Wabenkörper neue Märkte in Fernost erschlossen werden.

 

Guter Start 2005

Im ersten Quartal 2005 konnten die Umsatzerlöse zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 26 % von EUR 51,0 Mio. auf EUR 64,5 Mio. gesteigert werden. Das Konzernergebnis betrug EUR 6,9 Mio. Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag bei EUR 7,0 Mio. Die Eigenkapitalquote betrug 28,3 % gegenüber 26,1 % im 1. Quartal 2004.

Auch im ersten Quartal 2005 hielt die hohe Nachfrage auf dem Nutzfahrzeugsektor an. Zusätzlich gelang es, die gestiegenen Rohstoffpreise durch Preisanpassungen an die Kunden weiterzugeben. Der Geschäftsverlauf der keramischen Wabenkörper blieb auf stabilem Niveau.

 

Ausblick

Vorrangiges Ziel der Frauenthal Gruppe ist es, die starke Marktposition durch hohe Quali-tätsstandards und absolute Kundenorientierung weiter zu festigen. Winfried Braumann führt dazu aus: „Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation gelingt es uns, maßgeschneiderte Produkte zu bieten. So sichern wir unsere Geschäftsbeziehungen und in Folge unsere Marktführerschaft auch für die Zukunft.“ Neben der aktuell guten Konjunkturentwicklung am LKW-Markt ist die weitere Entwicklung auch von der Serienproduktion des Frauenthal-Dieselkatalysators ab Herbst 2005 geprägt. Damit bietet das Unternehmen bereits jetzt einen Dieselkatalysator, der den Abgasvorschriften für 2008 entspricht.

 

Details zur Anleihe

  • Emittentin: Frauenthal Holding AG
  • Emissionsvolumen: EUR 70,000.000,-
  • Stückelung: Nominale EUR 500,-
  • Zinssatz: 3 ⅞ % vom Nennwert*
  • Laufzeit: 7 Jahre
  • Emissionskurs: wird unmittelbar vor Zeichnungsfrist festgelegt und veröffentlicht
  • Tilgung: am Laufzeitende zu 100 %
  • Börseneinführung: Zulassung zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse
  • Zeichnungsfrist: 22. bis 24. Juni 2005 (vorzeitiger Zeichnungsschluss vorbehalten)
  • Valuta: 29. Juni 2005
  • Zahlstelle: Bank Austria Creditanstalt AG
  • ISIN: AT0000492749
  • Joint-Lead Manager: Bank Austria Creditanstalt und Raiffeisen Zentralbank Österreich

* Der endgültige Zinssatz wird unmittelbar vor Zeichnungsfrist festgelegt und veröffentlicht.

 

Über die Frauenthal Holding AG

Die Frauenthal Holding AG wurde 1921 als „Erste Österreichische Porzellanfabrik“ gegründet. Lag jahrzehntelang der Fokus bei der Herstellung von Hochspannungsisolatoren aus Keramik erfolgte Mitte der 80er Jahre der Ein-stieg in die Produktion von SCR-Katalysatoren (CERAM-Gruppe). 1998 übernahm die VENTANA 75,1 % der CERAM-Gruppe. 2001 wurde der Bereich „Isolatoren“ an eine US-Gesellschaft verkauft. 2002 erfolgte durch den Erwerb der Styria Federn Gruppe der Einstieg in die LKW-Zulieferung (Unternehmensbereich Automotive Com-ponents). 2004 wurde dieser Bereich durch die Akquisition der Linnemann-Schnetzer Gruppe weiter ausgebaut. Die Frauenthal Holding AG steht heute zu 72,5 % im Eigentum der VENTANA, 24,5 % befinden sich im Streubesitz und 2,99 % hält die Holding selbst. Aktuell umfasst der Frauenthal Konzern elf Produktionsstandorte in Europa sowie eine Vertriebsgesellschaft in den USA. Sitz der Holding ist Wien.

Kontakt:
Frauenthal Holding AG
Dr. Winfried Braumann
Prinz Eugen Straße 30/4, 1040 Wien
Tel +43(1) 505 42 06
Fax +43(1) 505 42 06-33
E-Mail: holding@frauenthal.at
Reprofähige Fotos finden Sie unter www.frauenthal.at

Babnik Communications & Partner
Mag. Elisabeth Babnik
Tel +43 664 43 78 184
E-Mail: babnik@babnik.at
www.babnik.at

Disclaimer: Ein dem Börsegesetz entsprechender Prospekt wurde ordnungsgemäß veröffentlicht und am 14. Juni 2005 bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG hinterlegt. Der Prospekt liegt am Sitz der Emittentin in der Prinz-Eugen-Straße 30/4a, 1040 Wien, bei der Bank Austria Creditanstalt AG,
Vordere Zollamtsstrasse 13, 1030 Wien und der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, während der Geschäftszeiten auf. Die Kundmachung gemäß §10 Kapitalmarktgesetz erfolgte am 15. Juni 2005 im Amtsblatt zur Wiener Zeitung. Im Zusammenhang mit dem Angebot von Teilschuldverschreibungen sind ausschließlich die Angaben im Prospekt verbindlich.


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