Frauenthal Holding: Jahresergebnis 2008

  • Rekord bei Umsatz und EBITDA trotz erheblicher Restrukturierungskosten
  • Automotive Components: 11% Umsatzwachstum trotz massiven Einbruch im 4. Quartal
  • Industrielle Wabenkörper: 22% Wachstum - Einstieg ins Chinageschäft
  • Sanitärgroßhandel: Solides Wachstum
  • Maßnahmenplan ab 4. Quartal und für 2009 bereits aufgesetzt
  • Strategie der Diversifikation als Mischkonzern greift

Wien, 8. Mai 2009... Die Frauenthal Holding AG erwirtschaftete 2008 trotz angefallener Restrukturierungskosten ein EBITDA von MEUR 43. Dies entspricht einem Wachstum vom 1% im Vergleich zum Vorjahreswert. Das EBIT von MEUR 23, das zusätzlich mit MEUR 4,8 durch außerordentliche Wertberichtigungen belastet ist, bleibt respektabel und bildet ein solides Fundament um die Wirtschaftskrise durch zu tauchen.

 

Rekordjahr im Bereich Automotive Components

Die ersten drei Quartale standen im Zeichen eines stark wachsenden Geschäftes mit Nutzfahrzeug-Komponenten. Alle Werke arbeiteten an der Kapazitätsgrenze. Dieser Nachfrageboom betraf alle Markt- und Kundensegmente. Trotz des ab Oktober beginnenden Auftragseinbruches konnte der Bereich ein Umsatzwachstum von 11% erzielen.

 

Einstieg in den asiatischen Markt für Kraftwerkskatalysatoren

Neben der steigenden Nachfrage nach SCR-Katalysatoren in Europa und den USA, sowohl für neue Projekte als auch für den Ersatzbedarf, wurden 2008 entscheidende Schritte zur Erschließung der asiatischen Märkte gesetzt. Mit der Eröffnung einer Modulmontage in Qingdao, China, wurde ein erstes Standbein für industrielle Aktivitäten in diesem großen Zukunftsmarkt eröffnet. Im 4.Quartal wurden erste bedeutende Aufträge chinesischer Energieversorger sowie ein Rahmenabkommen für weitere Projekte unterzeichnet, die das erhebliche Wachstumspotenzial dieses Bereiches in den nächsten Jahren untermauern. China ist aufgrund neuer Umweltschutzauflagen der größte Hoffnungsmarkt. Der Auftragsbestand im Bereich industrielle Wabenkörper erreichte historische Höchststände. Der ab dem 3.Quartal wieder steigende Kurs des US-Dollars verbesserte die preisliche Wettbewerbsposition und Ertragskraft.

 

Geschäftseinbruch im Nutzfahrzeugbereich ab dem 4. Quartal

Als direkte Folge der Finanzkrise musste ab Oktober, verschärft im November und Dezember 2008, ein deutlicher Rückgang der Kundenaufträge im Bereich Automotive Components verzeichnet werden. Von dieser Entwicklung waren alle Kunden- und Marktsegmente betroffen, wobei die Kunden im Bereich Achsen- und Trailer-Hersteller besonders starke Rückgänge zu verzeichnen hatten. Wir haben auf diese Entwicklung mit der Anpassung unserer Produktionskapazität durch Abbau von Subaufträgen, Sonderschichten, Überstunden und Leiharbeit, die Einführung von Kurzarbeit in sechs der dreizehn Produktionsstandorten, verlängerte Werksschließungen im Dezember / Januar sowie in begrenztem Umfang durch Reduktion von Stammbelegschaft reagiert. Die OEM-Kunden haben ab dem 4. Quartal ihre Bestellprognosen kontinuierlich gesenkt und mit verlängerten Werksschließungen auf den Nachfrageeinbruch reagiert.

 

Kontinuierlicher Ausbau des Großhandelsbereiches SHT

Marktseitig profitierte die SHT von den neu gewonnenen Marktanteilen und die durch die Akquisition des Heizungsgroßhändlers Röhrich in 2007 erweiterte Kompetenz im wachsenden Heizungsgeschäft. Die weitere Stärkung der Marktposition wurde durch die Eröffnung von drei ISC-Standorten (in Amstetten, Wörgl, Feldbach), einem Bäderparadies (in Wien Floridsdorf) und einem Logistikzentrum in Salzburg vorangetrieben. Die Inbetriebnahme einer modernen Kommissionierungsanlage Y-Log (am Standort Perchtoldsdorf) trägt zu Effizienzsteigerung und verbesserter Logistikkompetenz bei. Insgesamt hat sich die Krise auf die Bauwirtschaft noch nicht ausgewirkt.

Personelle Veränderungen im Vorstand und im Managementteam von Automotive Components
Mag. Hans-Peter Moser übernahm nach Ausscheiden von Michael Ostermann zusätzlich zu seinen bestehenden Agenden den Bereich Automotive Components. Dr. Martin Sailer wurde im September zum stellvertretenden Mitglied des Vorstandes mit Zuständigkeit für den Finanzbereich ernannt und zeichnet seitdem für den Bereich industrielle Wabenkörper verantwortlich. Beatrix Pollak gehört seit Dezember dem Vorstand des Großhandels-bereich SHT an und verantwortet die Bereiche Einkauf und Verkauf.
Die Geschäftsführung Automotive Components wurde Magnus Baarman und Josef Unterwieser übertragen, die gemeinsam mit fünf Vice-Presidents für die Anpassung dieses Bereiches an die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit Januar 2009 verantwortlich sind.

 

Ausblick

Die Divisionen Großhandel und keramische Wabenkörper werden aus heutiger Sicht positive Ergebnisbeiträge liefern. Insgesamt werden die Redimensionierungs- und Leerkosten im Bereich Automotive Components jedenfalls zu einem negativen operativen Ergebnis auf Konzernebene führen. Eine Prognose über die weitere Entwicklungen ist aus heutiger Sicht seriöser Weise noch nicht abschätzbar.


Die Strategie der Diversifikation als Mischkonzern mit drei Standbeinen erweist sich in dieser Marktsituation als richtig. Auch wenn die Verluste aus dem Automotive Components Bereich nicht aufgefangen werden können.

Durch umgehend eingesetzte Maßnahmen im Kosten- und Kapazitätsmanagement und absolute Priorisierung der Liquiditätssicherung in allen Divisionen wird die Frauenthal Gruppe trotz allem strukturell und organisatorisch gestärkt aus dem Jahr 2009 gehen.

Der Geschäftsbericht 2008 ist unter www.frauenthal.at/InvestorRelations abrufbar.

 

Über Frauenthal Holding AG

Der Frauenthal-Konzern ist eine Industriegruppe mit fünfzehn Produktionsstandorten in Europa sowie je einer Vertriebsgesellschaft in den USA und Korea und einem Vertriebsoffice in China. Der Frauenthal-Konzern wird von der Frauenthal Holding AG mit Sitz in Wien geführt, die Aktien und Anleihe der Frauenthal Holding AG notieren an der Wiener Börse.

Das Beteiligungsportfolio der Frauenthal Holding AG umfasst die Automotive Components Gruppe zu der die Styria Gruppe (Europas führender Hersteller von Blattfedern und Stabilisatoren für schwere Lkw und Anhänger), die Linnemann-Schnetzer Gruppe (Marktführer in Europa für Stahl- und Aluminiumdruckbehälter für Lkw-Bremssysteme), das Dieselkatalysatorengeschäft sowie die Firma Pol-Necks (führender Hersteller für Briden in Europa) gehören. Die Gruppe produziert in Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien, Portugal, Rumänien, Polen und Serbien.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Frauenthal Holding AG ist die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH, die sich mit der Produktion und dem Vertrieb von keramischen Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Rauchgasen von Kraftwerken und Industrieanlagen, Wärmetauschern und Gießereifiltern beschäftigt. Auf der Grundlage dieser
Katalysatortechnologie wurde der Frauenthal-Dieselkatalysator entwickelt, der 2005 erstmals serienmäßig produziert wurde.

Den dritten Bereich der Holding bildet der 2005 erworbene Sanitärgroßhändler SHT Haustechnik AG.

Mehr Informationen unter www.frauenthal.at

Pressekontakt:
Frauenthal Holding AG
Dr. Martin Sailer
Mag. Erika Hochrieser
Prinz-Eugen-Strasse 30/4a
A-1040 Wien
Tel + 43(1) 505 42 06
Fax + 43(1) 505 42 06-33
E-Mail: holding@frauenthal.at
www.frauenthal.at

Babnik Communications & Partner
Mag. Elisabeth Babnik
Tel.: +43 1 581 33 66
E-Mail: office@babnik.at
www.babnik.at

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