Frauenthal Gruppe: Bericht zum 1. Quartal 2009

  • Umsatzsteigerungen bei SHT um 6 % und Industrielle Wabenkörper
    um 40 %
  • Umsatzeinbruch bei Automotive Components: Umsatzeinbruch um 59 %
  • Weitere Restrukturierungsmaßnahme: Verkauf Standort Düsseldorf
  • Strategie der Diversifikation als Mischkonzern greift

Wien, 08. Mai 2009... Die Ergebnisse des ersten Quartals des Jahres 2009 spiegeln die Auswirkungen der Krise im Bereich Automotive Components wider. Während der Geschäftsbereich Automotive Components einen Umsatzeinbruch um 59% erleidet, wird im Großhandelsbereich für Sanitär- und Heizungsprodukte eine Steigerung von 6% und bei den Industriellen Wabenkörpern sogar von 40% erzielt. Der Umsatz von MEUR 109,4 lag um MEUR 48,8 unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Der erzielte operative Verlust (EBIT) von MEUR -8,0 entspricht einem Rückgang von MEUR 15,8. Das EBITDA betrug MEUR -3,9, ein Rückgang um MEUR 15,5.

Die Umsatz- und Ergebnisverschlechterung ist ausschließlich auf den Nachfrageeinbruch im Bereich Automotive Components zurückzuführen. Die beiden anderen Geschäfts- bereiche, Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte und Industrielle Wabenkörper konnten zusammen einen Umsatzzuwachs von MEUR 7,4 bzw. ein EBIT-Zuwachs von MEUR 0,5 erzielen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2008 reduzierte sich die Bilanzsumme um MEUR 5,3 auf MEUR 319,9. Der Rückgang ist auf den Abbau von Lagerbeständen und Kundenforderungen zurückzuführen. Das Eigenkapital ging um
MEUR 10,3 auf MEUR 91,8 zurück, die Eigenkapitalquote reduzierte sich entsprechend von 31,4% auf 28,7%.

Im Gesamtjahr 2009 wird für die Gruppe ein negatives EBIT, aber ein ausgeglichenes EBITDA erwartet.

 

Verkauf Standort Düsseldorf

 Als Reaktion auf den Markteinbruch wird die Mehrheitsbeteiligung an der Styria Federn GmbH, Düsseldorf und deren Tochtergesellschaft A.D. Fabrika Opruga Styria Gibnjara Kraljevo, Serbien, veräußert. Durch den Verkauf wird die Produktionskapazität im Bereich Automotive Components um 15.000 Tonnen reduziert. Die beiden Gesellschaften beschäftigen 325 Mitarbeiter.

 

Umsatz

 Da die Frauenthal-Gruppe im Geschäftsbereich Automotive Components stark von der Wirtschaftskrise betroffen ist, liegt der Konzernumsatz nach IFRS im ersten Quartal 2009 mit MEUR 109,4 um MEUR 48,8 (-30,9%) unter den Vorjahresvergleichswerten.

Im Bereich Automotive Components brachte der Nachfrageeinbruch Umsatzrückgänge von MEUR 55 im Vergleich zum Vorjahr.

Die beiden anderen Segmente konnten steigende Umsatzzuwächse erzielen. Die weiterhin gute Konjunktur in der Bau- und Renovierungs- branche machte im Bereich Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte einen Umsatzzuwachs von MEUR 3 im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres möglich. Durch den steigenden Bedarf an Kraftwerkskatalysatoren erhöhte sich der Umsatz im Bereich Industrielle Wabenkörper um MEUR 4,4. 88% des gesamten Umsatzes wurden im EU-Raum erwirtschaftet, 8% in den USA und 4% in übrigen Ländern.

 

Ergebnis

 Das EBITDA der Gruppe im ersten Quartal 2009 liegt mit MEUR -3,9 um MEUR 15,5 unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das negative EBITDA in Höhe von MEUR -5,9 im Bereich Automotive Components bedeutet eine Ergebnisverschlechterung im Vergleichszeitraum von MEUR 16,6 und konnte von den beiden anderen Segmenten nicht aufgefangen werden. Im Bereich Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte führte der Umsatzanstieg zu einer überproportionalen Ergebnisverbesserung von MEUR 0,5 im Vergleich zum Vorjahreswert. Der Bereich Industrielle Wabenkörper zeigt einen Anstieg von MEUR 0,2 im EBITDA. Das unverwässerte als auch das verwässerte Ergebnis
je Aktie beträgt auf Basis des Ergebnisses nach Minderheiten von TEUR -8.065 (1-3/2008: TEUR 3.981) und bei durchschnittlich 9.173.600 Stück (1-3/2008: 9.173.600) im Umlauf befindlichen Aktien EUR -0,88 (1-3/2008: EUR 0,43).

Umsatz und Ergebnis unterliegen in allen Geschäftsbereichen saisonalen Schwankungen, sodass durch eine Hochrechnung des Quartalsergebnisses keine aussagefähige Prognose für das Gesamtjahr zu erzielen ist.

 

Ausblick

 Prognosen für den Bereich Automotive Components sind aus heutiger Sicht kaum möglich. Im Geschäftsbereich Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte bestehen sehr gute Voraussetzungen für ein moderates Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2009 und im Geschäftsbereich Industrielle Wabenkörper wird mit einem signifikanten weiteren Wachstum gerechnet. Die unmittelbar eingeleiteten Restrukturierungs- und Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie die maximale Sicherung der Liquidität halten den marktbedingten Schaden für das Unternehmen in Grenzen.

Unter www.frauenthal.at/InvestorRelations ist der komplette Quartalsbericht abrufbar.

 

Über Frauenthal Holding AG

 Der Frauenthal-Konzern ist eine Industriegruppe mit fünfzehn Produktionsstandorten in Europa sowie je einer Vertriebsgesellschaft in den USA und Korea und einem Vertriebsoffice in China. Der Frauenthal-Konzern wird von der Frauenthal Holding AG mit Sitz in Wien geführt, die Aktien und Anleihe der Frauenthal Holding AG notieren an der Wiener Börse.

Das Beteiligungsportfolio der Frauenthal Holding AG umfasst die Automotive Components Gruppe zu der die Styria Gruppe (Europas führender Hersteller von Blattfedern und Stabilisatoren für schwere Lkw und Anhänger), die Linnemann-Schnetzer Gruppe (Marktführer in Europa für Stahl- und Aluminiumdruckbehälter für Lkw-Bremssysteme), das Dieselkatalysatorengeschäft sowie die Firma Pol-Necks (führender Hersteller für Briden in Europa) gehören. Die Gruppe produziert in Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien, Portugal, Rumänien, Polen und Serbien.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Frauenthal Holding AG ist die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH, die sich mit der Produktion und dem Vertrieb von keramischen Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Rauchgasen von Kraftwerken und Industrieanlagen, Wärmetauschern und Gießereifiltern beschäftigt. Auf der Grundlage dieser Katalysatortechnologie wurde der Frauenthal-Dieselkatalysator entwickelt, der 2005 erstmals serienmäßig produziert wurde.

Den dritten Bereich der Holding bildet der 2005 erworbene Sanitärgroßhändler SHT Haustechnik AG.

Pressekontakt:
Babnik Communications & Partner
Mag. Elisabeth Babnik
Tel.: +43 (0) 1 581 33 66
E-Mail: office@babnik.at
www.babnik.at

 

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