Frauenthal Gruppe: Kapazitätsabbau und Restrukturierung schaffen Voraussetzung für erfolgreiche Entwicklung

  • Einmaliger Restrukturierungsaufwand von MEUR 7,5 belastet Konzernergebnis

  • Schwieriges Marktumfeld im Bereich Automotive Components führt zu Umsatz- und Ertragseinbruch im ersten Halbjahr 2009

  • Umsatz- und Ergebnissteigerungen im Bereich für Sanitär- und Heizungsprodukte und bei Industriellen Wabenkörpern

  • Solide Eigenkapitalquote und ausreichender Liquiditätsspielraum

Wien, 12. August 2009... Die im Prime Market der Wiener Börse notierte Frauenthal Gruppe reagierte frühzeitig auf die Krise der Nutzfahrzeugmärkte mit einer signifikanten Reduktion der Kapazitäten und einer drastischen Anpassung der Kostenstruktur im Geschäftsbereich Automotive Components. Obwohl sich die beiden anderen Bereiche Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte und Industrielle Wabenkörper erfreulich entwickelten und den Umsatz stark steigern konnten, reduzierte sich der Gesamtumsatz der Gruppe um 34 Prozent auf MEUR 218,4 - dies ist auf den Absatzeinbruch von 64 Prozent im automotiven Bereich zurückzuführen. Mit der frühzeitig begonnenen Restrukturierung, gezielten Wachstumsinvestitionen im Bereich Kraftwerkskatalysatoren sowie einer hohen Eigenkapitalquote von 27,6 Prozent und einem ausreichenden Liquiditätsspielraum, schafft das Unternehmen die Voraussetzung, künftig die erfolgreiche Entwicklung der Vergangenheit fortzusetzen.

„Wir haben die erforderlichen Maßnahmen rechtzeitig und energisch in Angriff genommen und planmäßig umgesetzt“, informiert Hans Peter Moser, Vorstandsmitglied der Frauenthal Gruppe. „Der Umsatz im Großhandelsbereich für Sanitär- und Heizungsprodukte konnte heuer um 4 Prozent gesteigert werden, im Bereich Industrielle Wabenkörper sogar um 38 Prozent“, so Moser weiter. Der Markt für Sanitär- und Heizungsprodukte entwickelte sich insgesamt stabil. Durch die angekündigten konjunkturfördernden Maßnahmen des Staates werden positive Impulse erwartet. Die Nachfrage nach Kraftwerkskatalysatoren entwickelt sich in allen Regionen positiv. Durch gezielten Ausbau der Kapazitäten möchte das Unternehmen im Bereich Kraftwerkskatalysatoren in absehbarer Zeit starkes Wachstum generieren.

Der marktbedingte Einbruch des Geschäftsbereichs Automotive Components bewirkte allerdings negative Ertragszahlen für die Frauenthal Gruppe: Das EBIT reduzierte sich im ersten Halbjahr auf MEUR -18,3. Das EBITDA betrug MEUR -10,4.

„Die Frauenthal Gruppe verfügt sowohl hinsichtlich Eigenkapitalausstattung und Liquiditätsspielraum als auch hinsichtlich ihrer Managementkapazitäten über ausreichende Ressourcen und Kompetenzen, um den Veränderungsprozess erfolgreich zu bewältigen“, ergänzt Martin Sailer, Finanzvorstand des Unternehmens. Der Vorstand der Gruppe ist überzeugt, dass mit einer signifikanten Reduktion der Kapazitäten sowie einer drastischen Anpassung der Kostenstruktur der Bereich Automotive Components auch in einem deutlich geschrumpften Nutzfahrzeugmarkt fit für die Zukunft ist. So wurden etwa zwei Standorte in Deutschland und Serbien verkauft, ein Werk in Frankreich teilweise geschlossen und die Verwaltungsbereiche deutlich redimensioniert. Obwohl sich diese Maßnahmen anfangs mit zum Großteil nicht liquiditätswirksamen Restrukturierungskosten in der Höhe von MEUR 7,5 bemerkbar machten, rechnet man schon ab 2009 mit einer spürbaren Reduktion der Fixkosten. Der Nutzfahrzeugmarkt ist einer der von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffenen Bereiche. Leider hat sich die schwierige Situation auch im zweiten Quartal fortgesetzt.

Die Frauenthal Gruppe ist allerdings sehr optimistisch, dass ab Ende des dritten Quartals 2009 die Produktion wieder steigen wird. „Insgesamt sind wir unserem Ziel, strukturell gestärkt aus der Krise zu gehen, einen großen Schritt näher gekommen“, gibt sich Moser zuversichtlich, der für das Gesamtjahr mit einem positiven EBITDA auf Gruppenebene, vor dem außerordentlichen Restrukturierungsaufwand, rechnet.

 

Über Frauenthal Gruppe

Der Frauenthal Konzern ist eine Industriegruppe mit dreizehn Standorten in Europa sowie je einer Vertriebsgesellschaft in den USA und Korea und einem Vertriebsoffice in China. Der Frauenthal Konzern wird von der Frauenthal Holding AG mit Sitz in Wien geführt, die Aktien und Anleihe der Frauenthal Holding AG notieren an der Wiener Börse.

Das Beteiligungsportfolio der Frauenthal Holding AG umfasst die Automotive Components Gruppe, zu der die Styria Gruppe (Europa’s führender Hersteller von Blattfedern und Stabilisatoren für schwere Lkw und Anhänger), die Linnemann-Schnetzer Gruppe (Marktführer in Europa für Stahl- und Aluminiumdruckbehälter für Lkw-Bremssysteme), das Dieselkatalysatorengeschäft sowie die Firma Pol-Necks (führender Hersteller für Briden in Europa) gehören. Die Gruppe produziert in Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien, Portugal, Rumänien und Polen.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Frauenthal Holding AG ist die Porzellanfabrik Frauenthal GmbH, die sich mit der Produktion und dem Vertrieb von keramischen Katalysatoren zur Reduktion von Stickoxiden in Rauchgasen von Kraftwerken und Industrieanlagen, Wärmetauschern und Gießereifiltern beschäftigt. Auf der Grundlage dieser

Katalysatortechnologie wurde der Frauenthal Dieselkatalysator entwickelt, der 2005 erstmals serienmäßig produziert wurde. Den dritten Bereich der Holding bildet der 2005 erworbene Sanitärgroßhändler SHT Haustechnik AG, Österreich’s führender Großhändler für Sanitär-, Heizungs- und Installationstechnik, der neben führenden Markenartikeln die Eigenmarken Prisma und SaniMeister vertreibt.

Mehr Informationen unter www.frauenthal.at

Pressekontakt:
Frauenthal Holding AG

Dr. Martin Sailer

Mag. Erika Hochrieser

Prinz-Eugen-Strasse 30/4a

A-1040 Wien

Tel + 43(1) 505 42 06

Fax + 43(1) 505 42 06-33

E-Mail: holding@frauenthal.at

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Babnik Communications & Partner

Mag. Elisabeth Babnik

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