Frauenthal Gruppe - Bericht zum 3. Quartal 2009

  • Positives EBITDA von MEUR 3,4 vor Restrukturierungsmaßnahmen in den ersten drei Quartalen 2009
  • Fortgesetztes Wachstum im Sanitärgroßhandel (+4%) und bei Industriellen Wabenkörpern (+44%)
  • Restrukturierungen bei Automotive Components greifen

Wien, den 11. November 2009... Erstmals seit dem Einbruch der Märkte für Nutzfahrzeuge kann die Frauenthal Gruppe über positive Entwicklungen berichten.
Dankder ausgezeichnet positionierten Divisionen Großhandel für Sanitär- undHeizungsprodukte sowie Industrielle Wabenkörper und der greifendenEinsparungen und Restrukturierungen in der Division AutomotiveComponents weist die Gruppe im 3. Quartal (Juli bis September) einenoperativen Gewinn (EBIT) von MEUR 3,6 vor Einmalkosten fürRestrukturierungsmaßnahmen aus.


Die Gruppe profitiert von den heterogenen Geschäftsbereichen, die in Märkten mit völlig unterschiedlicher Dynamik tätig sind.

Inder Division Automotive Components wurde in den Monaten Juli bisSeptember der Abwärtstrend gestoppt, eine Bodenbildung, allerdings aufniedrigem Niveau, ist zu erkennen.

Der Umsatz der FrauenthalGruppe ging gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um MEUR 165,9(-33,1%) zurück. Während der Geschäftsbereich Automotive Componentseinen Umsatzrückgang von MEUR 185,5 (-66%) verzeichnete, konnten diebeiden anderen Geschäftsbereiche Großhandel für Sanitär- undHeizungsprodukte (+4,1%) sowie Industrielle Wabenkörper (+43,9%)zusammen einen Umsatzzuwachs von MEUR 25,4 erzielen.

Dasnegative EBIT der ersten drei Quartale von MEUR -22,0 ist auf denMarkteinbruch im Bereich Automotive Components zurückzuführen, dereinen operativen Verlust von MEUR -17 erzielte. Zusätzlich sindRestrukturierungskosten von MEUR 13,6 angefallen. Der Ergebnisbeitragder anderen Geschäftsbereiche beträgt MEUR 8,9. Ein positiverAufwärtstrend bestätigt sich im Ergebnis des 3. Quartals (Juli bisSeptember) in dem ein EBIT von MEUR 3,6 erzielt werden konnte.

MitMEUR -7,7 liegt das EBITDA der Frauenthal Gruppe in den ersten dreiQuartalen 2009 um MEUR 48,4 unter dem Vorjahresvergleichswert. Bereinigt um Restrukturierungskosten konnte jedoch ein positives EBITDAvon MEUR 3,4 erzielt werden.

 

Automotive Components

Nachdemsich in den ersten beiden Quartalen das Produktionsvolumen anNutzfahrzeugen im freien Fall befunden hat, weisen die verfügbarenIndikatoren auf eine Stabilisierung der Marktnachfrage hin. DieErholung der Produktion ist durch den fortschreitenden Lagerabbaubedingt. Von der Nachfrage der Endkunden nach Nutzfahrzeugen istvorerst aber keine Unterstützung zu erwarten. Die notwendigenRestrukturierungsmaßnahmen verlaufen plangemäß. Zwei von dreizehnProduktionsstandorten wurden bereits verkauft. Die Restrukturierung vonzwei weiteren Standorten ist in Umsetzung. Alle Standorte werden durchKurzarbeit und befristete Freistellungen an die geänderte Marktlageangepasst. Vorstandsmitglied  Hans Peter Moser ist von der Richtigkeitder Maßnahmen überzeugt: „Wir sehen mittelfristig, d.h. bis Ende 2010,keine Verbesserung der konjunkturellen Situation, sind jedochüberzeugt, durch schnelles und konsequentes Handeln auch zukünftig, beiwesentlich reduziertem Volumen, reüssieren zu können.“
Dasindustrielle Konzept sieht den Ausbau der verbleibenden neun Standortezu größeren Produktionseinheiten vor. Diese und andereOptimierungsmaßnahmen bewirken eine nachhaltige Kostenreduktion vonjährlich MEUR 25 die ab 2010 voll wirksam wird. Dank forcierterProduktentwicklung in enger Abstimmung mit OEM´s (Original EquipmentManufacturer) konnten auch nennenswerte Rahmenverträge über zukünftigeZusatzlieferungen abgeschlossen werden.

 

Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte

Die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) hat beieinem Umsatzwachstum von mehr als 4% Marktanteile gewonnen. Allerdingsstehen die Handelsspannen aufgrund des anhaltenden aggressivenPreiswettbewerbes unter Druck. Der Sanierungssektor im Markt fürSanitär- und Heizungsprodukte hat sich auch im dritten Quartal als diewichtigste Wachstumsstütze erwiesen. Nachdem bereits im ersten HalbjahrRückgänge im gewerblichen Neubau zu verzeichnen waren, sind nun auchdie Aussichten im privaten Neubau eingetrübt. Mittelfristig wird eininsgesamt schrumpfender Markt erwartet.

Die Leistungsfähigkeitdes Geschäftsbereiches Großhandel für Sanitär- und Heizungsproduktewurde durch die Eröffnung eines Logistikzentrums zur Versorgung derKunden in Salzburg und Tirol weiter ausgebaut. Richtungsweisend für dieBranche ist die Web-Plattform „mySHT“ die den Service für Kunden undEndkunden forciert. Mit der Errichtung eines kombinierten Verkaufs- undLogistikstandortes in Innsbruck wird der Ausbau der Markposition weiterfortgesetzt.

 

Industrielle Wabenkörper

DieNachfrage nach Kraftwerkskatalysatoren entwickelt sich weiterhin inallen Marktregionen positiv. „Mit einem Wachstum von 44% in den erstendrei Quartalen und Vollauslastung der Kapazitäten ist dieIndustriekeramik eine wichtige Stütze der Frauenthal Gruppe. Wirinvestieren daher in diesen Bereich etwa EUR 5 Millionen“, so MartinSailer, zuständiges Vorstandsmitglied. Der Ausbau derModulteilefertigung verläuft plangemäß und wird im Novemberabgeschlossen sein. Eine weitere Fertigungsanlage fürKraftwerkskatalysatoren soll im ersten Quartal 2010 in Betrieb gehen.

 

Ausblick

DerVorstand erwartet im 4. Quartal 2009 (Oktober bis Dezember) einpositives operatives EBIT vor Restrukturierungskosten für die gesamteGruppe. Hans Peter Moser zeigt sich vorsichtig optimistisch: „ImBereich Automotive Components haben wir unsere Kostenbasis an einsignifikant geringeres Marktvolumen angepasst, das Produktionsnetzwerkden zukünftigen Erfordernissen entsprechend ausgerichtet und unsereEntwicklungskompetenz gestärkt. Außerdem entwickeln sich die BereicheGroßhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte und IndustrielleWabenkörper positiv.“ Für das Gesamtjahr 2009 erwartet der Vorstand einpositives EBITDA vor dem außerordentlichen Restrukturierungsaufwand.


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