Situation der Gesellschaft

Zwei der drei Divisionen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gut bzw. sehr gut entwickelt. Die Division Automotive Components wurde aber von der Krise mit voller Wucht getroffen und hat der Gruppe insgesamt tiefrote Zahlen beschert. Die Frauenthal-Gruppe musste im Krisenjahr 2009 einen Verlust von MEUR -25,2 (EBIT) hinnehmen.

Die Eigenkapitalquote ging von 31,4 % auf 28,3 % zurück. Hinter diesem Ergebnis steht ein Umsatzrückgang auf Konzernebene von -30 %, in der Division Automotive Components von -63 %, der Abbau von 1.200 Mitarbeitern sowie eine signifikante Reduktion von Standorten und Kapazitäten. Die Diversifikationsstrategie mit drei unabhängigen Geschäftsbereichen, die sich auch in der Krise völlig konträr entwickelt haben, hat die Gruppe nicht nur vor substanziellem Schaden bewahrt, sondern ermöglichte dem Unternehmen letztlich, die erforderlichen Restrukturierungen im Nutzfahrzeuggeschäft aus eigener Kraft zu bewältigen.

Ohne die Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge der sich positiv entwickelnden Divisionen Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukten und Industrielle Wabenkörper wäre die Krise wesentlich schwerer beherrschbar gewesen. Dank der raschen Umsetzung der erforderlichen Restrukturierungen konnten im Geschäftsjahr 2009 bereits MEUR 19 an Fixkosten eingespart werden. Gleichzeitig wurden die Strukturen auf die zukünftigen Erfordernisse ausgerichtet und unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Die Bilanzstruktur bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 28,3 % und einem Anteil langfristigen Fremdkapitals am gesamten Fremdkapital von 82 % solide und stellt eine wesentliche Voraussetzung für die zukünftige erfolgreiche Konzernentwicklung dar.



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